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SDI und Denver-Clan

Zu den Kulturexporten des "American Way of Life"


SDI und Denver-Clan

Günter Herlt, Klaus Ziermann

Dietz Verlag, Berlin 1987

ISBN 3-320-01182-0
Die Autoren beschreiben, wie amerikanische Medienkonzerne den Medien-Weltmarkt mit TV-Programmen, Nachrichten, Filmen, Buch- und Musikproduktionen beherrschen und die Auswirkungen.

Seite 20: "Eine 1981 veröffentlichte sozialpsychologische Untersuchung der Zentraluniversität von Caracas über Verhaltensmuster und Werte von Kindern in Lateinamerika, die täglich von US-amerikanischen Teleproduktionen beeinflusste Fernsehprogramme konsumieren, erbrachte unter anderem, dass
– die 'Guten' immer Weiße, englischsprachig, hauptsächlich Amerikaner und reich sind;
– die 'Bösen' immer Russen, Chinesen, Japaner, Lateinamerikaner, Araber und meist Menschen, die 'schmutzig, faul, aalglatt, verschlagen und grausam' sind;
– die wichtigsten Werte im Leben sind: 'gutaussehend zu sein, reich zu sein, viele Güter und Dinge zu besitzen, alle Frauen (oder Männer) zu verführen, immer zu gewinnen, insbesondere durch gewaltsamen Kampf, und auf allen Gebieten menschlicher Beziehungen zu konkurrieren ...'"

Denver-Clan wird von den Autoren als Synonym für eine bestimmte Art amerikanischer TV-Unterhaltung verwendet. Auf inhaltliche Einzelheiten wird kaum eingegangen. Im einzigen Kapitel, das sich etwas mit dem Inhalt beschäftigt, werden die Hauptkritikpunkte zur Darstellung der Frau in der Romance Fiction und zum Themenbereich Genre-Literatur, Trivialliteratur und Serialisation aufgeführt.
Seite 68: "Bei den Damen von 'Dallas' und 'Denver' kommt einiges hinzu, was genauso klischeehaft und desinformierend ist wie in den 'Drei-Groschen-Romanen':
– Die Frauen haben hübsch und schlank und gutbetucht als Vorzeigedamen bei Empfängen und Feten der Herren zu funktionieren.
– Sie haben Intrigen zugunsten des Familienbesitzes zu fördern oder zu vertuschen.
– Sie haben ihre Persönlichkeit dem großen Namen ihrer Männer zu opfern, haben Halbtagsarbeit eigener Wahl oder wirken in Wohltätigkeitsverbänden.
– Wenn sie die Kommandos der Männer nicht befolgen, werden sie Wegwerfartikel. Sie können selber nur Kommandos geben, wenn sie über entsprechende Aktienanteile verfügen.
– Auch im Geschäft oder öffentlichen Leben wirken sie nicht durch Verstand und Leistung, sondern durch die Geschlechtsmerkmale und exquisite Garderobe. Aber nackt sind sie nie!
– Wie im Märchenbuch kommt die gute Fee in Blond und die böse in Schwarz daher."



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