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Rollin
Board Member

dabei seit:
17.01.2010
Beiträge: 263

Meinst Du echt, wir müssen zum Ausgangspunkt "Was bei Denver schief lief..." zurück?

28.05.11 18:33
ChrisCarrington
Board Member

dabei seit:
22.02.2009
Beiträge: 197

Ich will hier nur keinen Ärger haben.


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Das ist mein Haus, Du bist wahnsinnig!
28.05.11 18:48
apollo
Board Member

dabei seit:
03.01.2010
Beiträge: 303


Zitat von ChrisCarrington:
Ich will hier nur keinen Ärger haben.

Den kriegt man sowieso, wenn man was falsches schreibt. Alles schon erlebt.
Was dem Admin nicht in den Kram passt, wird gelöscht - ohne Begründung.


Das Thema Star Trek finde ich auch sehr interessant. Wegen mir, kannst du gerne darüber schreiben.

Leider gibt es ja hier kein Subforum, in dem man sich über andere Themen unterhalten kann.
Dynasty ist wohl hier das Thema Nr. 1 - wenn drüber gepostet wird, was höchst selten geschieht (außer, wenn Rollin oder ich ein Thema beginnen).


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DALLAS - 2012
29.05.11 07:39
Rollin
Board Member

dabei seit:
17.01.2010
Beiträge: 263

Dann kehren wir für den Anfang doch so halbwgs zum Ausgangsthema zurück.
Alfred Hitchcock, ein weltweit anerkannter und von mir sehr geschätzter Regisseur, hatte teilweise auch eine so genannte "Static Acting Directive"- zumindest berichtet Eva Marie Saint im Bonus-Material der DVD von "Der unsichtbare Dritte" davon, dass Hitch ihr immer wieder sagte, was sie mit ihren Händen machen solle, meistens ruhig halten!
Wiederum Kim Novak berichtete davon, dass ihr graues Kostüm in "Vertigo" eigentlich zu eng war. Nach der Anprobe sagte sie dies zu Hitch, der grinste nur und meinte "Genau!"
Die Krönung seiner Regiearbeit hatte er aber mit Tippi Hedren erreicht. Tippi, die zwar gerade anfing einen Schauspielkurs zu machen, arbeitete als Verkäuferin in eienm Schuhgeschäft, als Hitch sie entdeckte und ihr in Folge zwei Riesenhauptrollen ("Die Vögel" und "Marnie") in seinen Filmen gab. Die Kritik war sich damals einig, dass Hitchs Personenführung in "Marnie" bezügl. Tippi Hedren so geschliffen war, dass die eigentlich unerfahrene Darstellerin im Endeffekt eine bessere Leistung ablieferte als Hitch mit dem gesamten Film.

Auch bei DYNASTY arbeiteten erfahrene Regisseure, die ihr Handwerk verstanden, und wenn die einem Starlet Anweisungen geben, um dessen Performance zu verbessern (-Leann Hunley war hauptsächlich als "Miss Hawaii" bekannt und war ein paar Mal in Daily Soaps bzw. als Mordopfer in Krimis zu sehen), ist es nicht nur undankbar, sich in der Öffentlichkeit darüber zu beschweren- es zeigt eigentlich auch, dass die besagte Person ein verschobenes Selbstbild hat.(Was sagst Du denn dazu, Bepo?) Schade, schade, schade! Vom Typ und Alter würde ich sagen, würde Leann hervorragend zu den "Desperate Housewives" passen, aber da muss man ja nun wirklich spielen können.

29.05.11 08:28
ChrisCarrington
Board Member

dabei seit:
22.02.2009
Beiträge: 197

Na ja, dass mit dem Ärger haben, war ja nicht so ganz ernst gemeint.
Und das hier, ist und bleibt ein "Denver Forum".
Für Diskussionen anderer Serien und Filme oder generell anderer Themen, fehlt wirklich ein "Off-topic" Thread.
Oder wir sollten in einem anderen Forum weiter diskutieren.


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29.05.11 08:30
ChrisCarrington
Board Member

dabei seit:
22.02.2009
Beiträge: 197

Ich bin auch der Meinung, dass die Bewegung der Hände sehr wichtig ist. Ich hab' noch keinen Darsteller gesehen, der sich in den Haaren,oder sich im Gesicht rum fuchtelt.
Es sei denn, es ist eine ausdrückliche Regie-Anweisung.


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29.05.11 08:55
Rollin
Board Member

dabei seit:
17.01.2010
Beiträge: 263

Mal davon abgesehen, dass das Unterlassen von wildem Gestikulieren auch dazu führt, dass man als Zuschauer eine in sich ruhende Person wahrnimmt, die viel stärker wirkt als ein unruhiges Nervenbündel!

Und jetzt zurück zu "Was bei DYNASTY falsch lief":
1. Tatsächlich zu großes Augenmerk auf opulent wirkende Kostüme (Schulterpolster etc.)
2. Cast-Listen so lang wie ein Telefonbuch
3. Ungekonnte Ausflüge in andere Genres (Krimi, Comedy, Science Fiction)
4. Mangelnder Dialogschliff in späteren Folgen (einzige Ausnahme: Alexis´ und Dominiques´ Geplänkel über Madame Pompadour in Season 7)
5. Wissenschaftliche Ungenauigkeiten (besonders in Bezug auf Schwangerschaften bzw. Unfruchtbarkeit)
6. Grundsätzliche Wiederholung von Story Lines (Kindesentführung, vorübergehende Geistesgestörtheit, Überfälle auf Hochzeiten, Scheidung und Wiederverheiratungen, immer wieder aufgenommene und fallengelassene Fusionspläne etc.)
7. Anscheinend zu viele Personen mit Mitspracherecht bzw. zu schnelles Reagieren auf Zuschauerreaktionen
(Ist nicht wirklich immer gut! Eine Anekdote aus dem "Charlie´s Angels- Casebook" -auch eine Spelling Produktion- ist die, dass die vornehmliche Empfehlung nach einer Vorabaufführung des Pilotfilms vor Testpublikum die war, die Rolle des John Bosley zu streichen. Ein Umfrage-Ergebnis, das glücklicherweise nicht befolgt wurde!)

So, mehr fällt mir gerade nicht ein! Aber das reicht ja eigentlich auch schon. Wie gesagt, es wurde die goldene Kuh so lange gemolken, bis sie tot umgefallen ist.

29.05.11 10:40
ChrisCarrington
Board Member

dabei seit:
22.02.2009
Beiträge: 197

@Rollin:
Ich habe Dynasty immer sehr gemocht. Und es ist bestimmt für die Produzenten nicht einfach gewesen, Woche für Woche immer eine spitzen Episode ab zu liefern. Manche Storys fand ich auch blöd. Auch die, die Du so angesprochen hast. Dennoch, war Dynasty war aber absolut zeitgemäß.
Heute würde niemand mehr, in dem Stil eine Serie produzieren.
Allein schon von der Wirtschaftlichkeit her.
"Dynasty" war schon in den 80ern eines der teuersten Fernsehproduktionen überhaupt. In der jetzigen Zeit, würd's das nicht mehr geben. Gibts ja auch nicht.
Momentan sind Sitcoms mit derben Sprüchen, oder Mystery-Serien aktuell.


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29.05.11 10:54
Esther
Board Member
esther.jpg
dabei seit:
09.02.2005
Beiträge: 25

Interessant zu diesem Thema ist das Interview mit John Forsythe, das vom Archive of American Television am 24. Juli 2000 geführt wurde. Es ist bei youtube und emmytvlegends.org zu sehen. Das Interview hat 5 Teile, jeder Teil ist knapp 30 Minuten lang. In den letzten 2 Minuten von Teil 4 und ersten 20 Minuten von Teil 5 geht es um Dynasty.

John ist im Jahre 2000 bereits 82 und die erste Dynasty-Staffel liegt fast 20 Jahre zurück. So kann es sich zwar nicht mehr daran erinnern, welche Rolle John James gespielt hat, aber seine allgemeinen Erinnerungen kann man doch noch als fundiert betrachten.

Die Schwäche von Dynasty seien die Stories gewesen. Man habe versucht, Look and Feel alter MGM-Filme zu emulieren: Schöne Frauen, großartige Kostüme, gutaussehende Herren und aufwendige Kulissen. Besetzung und Üppigkeit der Ausstattung waren bedeutend. Das Konzept von Dynasty sei nicht so stark gewesen wie das von Dallas. Mit der Serie ging es bergab, als die Drehbücher schlechter wurden und der Niedergang begann mit dem Start des Spin-offs The Colbys. Letztendlich fehlten nach neun Jahren den Autoren und Produzenten die Ideen.

Auf die Frage, ob die Darsteller während der Dreharbeiten improvisierten, sagt er, dass die Autoren und Produzenten sehr strikt gewesen seien. Die Arbeit war streng strukturiert und es habe kein „ad-libbing“ gegeben. Dies finde er gut, richtig und gerechtfertigt. Ein Gedanke wie „static acting“ wird nicht erwähnt.

30.05.11 23:04
Rollin
Board Member

dabei seit:
17.01.2010
Beiträge: 263

Das ist schon klar, dass es das nicht gibt.
Für entsprechende Hinweise bei "Soap Chat" bin ich auch schon angegangen worden. Leider ist mein Eindruck, dass "Snarkygodess" einen Mega-Schatten hat, immerhin hat er versprochen, dass er für meine "hollow soul" ein Gebet sprechen wird.

Mal davon abgesehen, dass es hin und wieder mal vorkommt, dass man vor einer Kamera improvisieren darf, ist es eigentlich nicht die Regel. Ich wette, die strikten Anweisungen bei "Dynasty" sind wahrscheinlich aufgrund des speziellen Beleuchtungsdesigns gegeben worden; man mußte drei Dinge im wahrsten Sinne des Wortes ins beste Licht rücken: 1. die Kostüme
2. die Sets
3. die angejahrten Hauptdarsteller

Wie meinte Forsythe das mit den "Colbys"? Die Schwachstellen von Season 6 sind, meiner Meinung nach, nicht "die Colbys" -die Crossover-Episoden sind doch ganz nett- es ist eher die "Auferstehung in Moldavia", die dringend anders hätte inszeniert werden müssen und die 18 Folgen (hier irrt "Snarkygodess", er/ sie spricht von 10 Folgen) mit der "doppelten Krystle" (wäre über zwei Folgen vermutlich sogar gut gewesen).
Gegen Ende von Season 7 herrscht nach der "Zwanzig Jahre früher"-Affäre und der "Herzspender gesucht"- Storyline so eine angenehme Endzeitstimmung- hier wäre ein wunderbarer Punkt zum Beenden der Serie gewesen(, vielleicht sogar erst nach Matthew Blaisdels Rückkehr und seinem Tod).
Richtig bergab ging es mit Season 8, aber egal...

Nochmal zu Leann Hunley: Bei "Soap Chat" haben die irgendetwas nicht verstanden- die meinten tendenziell, einer begnadeten Darstellerin wie ihr, die für eine Daily-Soap einen Emmy gewonnen hat, brauche man nun wirklich keine Anweisungen geben, wie man spielen soll. Dies ist natürlich Käse und ich werde dort auch demnächst antworten. Im Übrigen fallen mir gleich mal ein paar anerkannt gute Schauspieler ein, die in einigen Rollen brilliert, in anderen abgefuckt hatten:
Beispiele: -Elizabeth Taylor brillant in "Katze auf dem heißen Blechdach" und "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?";
grottig in "Hotel"
-Leonard Nimoy brillant in "Star Trek"; mittelmäßig in "Mission Impossible"
-Kate Jackson versiert und freundlich in "Neu im Einsatz"; brillant und Oberzicken-mäßig in "Drei Engel für Charlie" (wegen ihr soll sogar der Personality-Test bei Castings eingeführt worden sein)
-Faye Dunaway in ihren Filmen eigentlich immer brillant; von Andrew Lloyd Webber für "Sunset Boulevard" gefeuert, er fand sie nicht gut genug!
-Katharine Ross bei "Die Reifeprüfung" sehr vielversprechend, bei den "Colbys" eher dilletantisch!
So ist das überhaupt nichts Ungewöhnliches, wenn ein Darsteller für eine Rolle einen Oscar gewinnt, für eine andere vielleicht sogar die Himbeere...

31.05.11 13:20
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