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Rollin
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17.01.2010
Beiträge: 263
Denver Clan als Pop-kulturelles Phänomen/ DOMINIQUE

Es hatte sich noch ein weiteres interessantes Thema ergeben, dass -meiner Meinung nach- ebenfalls ein eigenes Standing verdient.

1975 war Diahann CArroll für ihre Hauptrolle in CLAUDINE für den Oscar nominiert. Wie Halle Berry in ihrer Dankesrede für ihren Preis für "Monster´s Ball" noch einmal betonte, war, ihrer Meinung nach, für Diahann und alle anderen göttlichen schwarzen Darsteller die Zeit, den begehrten Preis entgegen zu nehmen, noch nicht gekommen.
Erst 1969 fand der erste "schwarz"/ "weiße" Filmkuss statt, und zwar in einer Folge von "Star Trek" zwischen Captain Kirk und Lt. Uhura.
Und dann haben wir in den 80ern erstmalig eine Prime Time- Serie mit vornehmlich weißen Darstellern, in der eine schwarze Hauptfigur eingeführt wird.
Und was passiert?
Nach einem fulminanten Auftritt, verläuft sich die Rolle der Dominique in die Beliebigkeit, bis sie schließlich -ohne große Erklärung- im Nirwana verschwindet.
Warum?
Waren es die Zuschauer, die keine Multi-Kulti-Familie wollten? Waren auf der Produktionsebene Anhänger der weißen Vorherrschaft?

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11.04.10 06:11
apollo
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03.01.2010
Beiträge: 303


Zitat von Rollin:
Es hatte sich noch ein weiteres interessantes Thema ergeben, dass -meiner Meinung nach- ebenfalls ein eigenes Standing verdient.

1975 war Diahann CArroll für ihre Hauptrolle in CLAUDINE für den Oscar nominiert. Wie Halle Berry in ihrer Dankesrede für ihren Preis für "Monster´s Ball" noch einmal betonte, war, ihrer Meinung nach, für Diahann und alle anderen göttlichen schwarzen Darsteller die Zeit, den begehrten Preis entgegen zu nehmen, noch nicht gekommen.
Erst 1969 fand der erste "schwarz"/ "weiße" Filmkuss statt, und zwar in einer Folge von "Star Trek" zwischen Captain Kirk und Lt. Uhura.
Und dann haben wir in den 80ern erstmalig eine Prime Time- Serie mit vornehmlich weißen Darstellern, in der eine schwarze Hauptfigur eingeführt wird.
Und was passiert?
Nach einem fulminanten Auftritt, verläuft sich die Rolle der Dominique in die Beliebigkeit, bis sie schließlich -ohne große Erklärung- im Nirwana verschwindet.
Warum?
Waren es die Zuschauer, die keine Multi-Kulti-Familie wollten? Waren auf der Produktionsebene Anhänger der weißen Vorherrschaft?

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Ich denke nicht, dass es hier darum geht, dass da jemand aus der Produktion die schwarzen Darsteller weg haben wollte. Die haben in der Produktionsebene doch so viel Einfluss - sollte es wirklich so gewesen sein, wäre Diahann Carroll und Billy Dee Williams gar nicht erst engagiert worden. Das gleich gilt übrigens für Larry Riley (Frank Williams) aus Knots Landing - wobei hier der Grund für sein Aufhören ja seine AIDS-Erkrankung war.


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DALLAS - 2012
11.04.10 06:26
apollo
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Beiträge: 303

Auffallend ist allerdings auch, dass es - außer in Dynasty und Knots - weder in Dallas noch in Falcon Crest Hauptdarsteller mit schwarzer Hautfarbe gab.
Nebendarsteller schon, allerdings keine Hauptdarsteller.
Mir fallen bei FC nur Raymond St. Jacques als Dr. Hooks (Saison 3) und Roscoe Lee Browne als Rosemont (Saison 7) ein.
Und ausgerechnet R. L. Browne hat auch noch den "schwarzen Bösewicht" gespielt.


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DALLAS - 2012
11.04.10 06:31
Rollin
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17.01.2010
Beiträge: 263

Stimmt!
Ich meine, das mit Roscoe Lee Browne! Mutig (-böse und schwarz)! Oder auch nicht!
Die Tendenz in den USA war ja sehr lange "Rassentrennung" auf Bühne, im TV und Film. (Stichwort: "Black Broadway" etc.)
Roscoe Lee Brownes Rolle ist ja auch eher als Nebenrolle einzustufen und dies war in "weißen" Produktionen lange Zeit üblich.
In den 80ern befand man sich im Umbruch und wollte Grenzen einreissen, "schwarz" und "weiß" in der Prime Time gleichberechtigt präsentieren.
Ich fürchte nur fast, dass dieses Unterfangen nicht funktioniert hat.
Bei "Knots Landing" war der gesamte Rest der Familie Williams bereits rausgeschrieben BEVOR Larry Rileys Erkrankung bekannt und er selbst zur Randfigur wurde.
Erst kürzlich wurde bei "Desperate Housewives" die fulminant eingeführte Familie Applewhite sang- und klanglos rausgeschrieben.
Und dann noch Dominique, deren Figur nun wirklich nicht dem Klischee einer typischen Schwarzen entsprach (fett, schrill, sozial schwach)...
Man kann nur hoffen, dass sich mit Obama das Bewußtsein der US amerikanischen Bevölkerung endgültig ändert und der Trick der Demokraten sich auszahlt.

11.04.10 06:50
apollo
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03.01.2010
Beiträge: 303

Es ist zwar gut, dass Obama gewählt wurde, allerdings glaube ich nicht, dass sich das Bewusstsein der "breiten Masse" zu diesem Thema so schnell ändern wird.


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DALLAS - 2012
11.04.10 06:53
Rollin
Board Member

dabei seit:
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Beiträge: 263

Vielleicht ist die Zeit immer noch nicht reif. Ob Obama wirklich gewählt worden wäre, kann nur vermutet werden, denn in den USA wird der Präsident von der gewählten Partei bestimmt, nachdem diese vom Volk gewählt worden ist.
Und als das Volk die demokratische Partei gewählt hatte, war als Präsidentschaftskandidatin noch Hilary Clinton angekündigt. Die demokratische Partei machte von ihrem Recht Gebrauch, einen abweichenden Politiker als Präsident zu berufen.
Dies ist in der Geschichte der USA übrigens nur noch ein weiteres Mal passiert und zwar in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. (Aber auf die Recherche, um welchen Präsidenten es damals ging, habe ich jetzt keine Lust- könnte Eisenhower gewesen sein.)

Aber zurück zur Trennung von "Schwarz" und "Weiß" im Show-Geschäft.
Diahann Carroll gehörte auch zu der Generation Künstler, die zu einer Zeit in Las Vegas in Hotels auftraten, in denen sie dann aber nicht wohnen durften. Eine ähnliche Background-Geschichte hätte man Dominique durchaus auch antun können und ihre Härte in geschäftlichen Dingen hätte vermutlich eine andere Dimension erhalten.
In diesem DYNASTY-(Doku-)FotoRoman (-ist der jetzt auf dieser WebSite oder der amerikanischen?) wird tatsächlich erwähnt, dass Verantwortliche des Senders ABC gerne auf Dominique völlig verzichtet hätten, die Shapiros aber darauf bestanden, weil sie tatsächlcih beabsichtigten, das Bewußtsein der breiten Masse zu verändern.
Da offensichtlich zu viele mitgeredet haben, hat man letztendlich mit Brady Lloyd und Dominique leider das geschaffen, was man Ende der 60er Jahre gerne als "Alibi-Neger" oder "weiße Nigger" bezeichnet hat. (Ich hoffe, dass jedem, der das liet klar ist, das meine Gesinnung trotzdem "politically correct" ist, obwohl ich gerade zwei schlimme Begriffe angeführt habe.)
Gott sei Dank gab es bald darauf die "Bill Cosby Show"...
aber halt! Moment mal! Da waren ja wieder alle schwarz, das ist ja wieder "Black Hollywood"!
Gibt es denn inzwischen überhaupt ein funktionierendes "schwarz/ weißes" TV-Programm aus den USA?

12.04.10 09:53
Rollin
Board Member

dabei seit:
17.01.2010
Beiträge: 263

Der Foto Roman, den ich eben meinte, ist hier auf der WebSite "Dynasty- Behind The Scenes" zu finden!

12.04.10 10:14
Rollin
Board Member

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17.01.2010
Beiträge: 263

Habe gerade doch noch das mit den US-Präsidenten nachgeschaut:
Es war 1932; das Volk wählte die demokratische Partei mit ihrem Präsidentschaftskandidaten Newton Baker, berufen als Präsident wurde jedoch Franklin Delano Roosevelt!
(Bitte einfach vergessen, dass ich eben Eisenhower in die 30er stecken wollte.)

12.04.10 10:28
Bepo
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17.08.2009
Beiträge: 234

Die Verbindung schwarz/weiss wenn man so will (obwohl es biologisch ja nicht korrekt ist) funktioniert natürlich in den USA nicht so wie in Europa, man beachte nur Popgruppen!

Trotzalledem gibt es immer wieder Versuche bestimmte Klischees aufzubrechen. In der Cosby Show wurden beispielsweise erstmals Schwarze als Oberschicht dargestellt, was dann in Prinz von Bel-Air weitergeführt wurde. In Dynasty gab es immerhin einen eine Beziehung zw Dominique und Garret. Warum Dominique als Charakter gescheitert ist weiss ich nicht.


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'Quote me as saying I was mis-quoted.' (G.M.)
12.04.10 10:55
apollo
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dabei seit:
03.01.2010
Beiträge: 303


Zitat von Rollin:
Erst kürzlich wurde bei "Desperate Housewives" die fulminant eingeführte Familie Applewhite sang- und klanglos rausgeschrieben.


Bei den Hausfrauen ist das doch der Stil der Serie - in jeder Staffel werden neue Nachbarn eingeführt, deren dramatische geheime Geschichte erzählt und dann sind sie nach einem Jahr wieder verschwunden.
Dass es in Saison 2 die "schwarzen" Applewhites waren ist dann wohl eher als Zufall zu sehen, oder?


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DALLAS - 2012
13.04.10 06:58
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