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Rollin
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17.01.2010
Beiträge: 263

Na endlich sind wir in einer anderen Richtung unterwegs!

1. Das habe ich ja gemeint, die Gesellschaft war noch nicht so weit!
"Der Denver Clan" hat in diesem Punkt wichtige Pionierarbeit geleistet.
Wie auch immer Steven sich selbst definiert oder kategorisiert... schwule Männer haben früher eher den Weg "Ehe und Familie" gewählt und ihre Neigungen heimlich ausgelebt. Aber oft haben sie ihren Ehefrauen reinen Wein über sich eingeschenkt, ähnlich wie bei Steven und Claudia.
Solche Ehen haben manchmal sogar ein Leben lang gehalten.
Nur Claudia, die durch mehrere psychiatrische Behandlungen gegangen sein soll und ab Season 4 charakterlich gefestigt schien, kommt mit Steven und Luke in Season 5 nicht klar und wendet sich Adam zu. Leider ist -wie vieles bei DYNASTY- der innere Konflikt von Steven und Claudia nicht profiliert genug.
Warum Claudia nicht trotzdem mit Steven verheiratet bleiben wollte, scheint mir nicht schlüssig. Hat Steven sie doch belogen, was seine Veranlagung betraf oder war sie labiler als sie schien?
Die Beziehung zu Sammy Jo finde ich da geglückter. Das junge naive Mädchen hat sich wirklich in Steven verliebt gehabt und wollte ihn ändern, schaffte es aber nicht. (War eine schöne Wende in Season 7...)
Auch eine schöne Szene war in der ansonsten eher mißglückten Season 8 die, in der Blake die Leitung von Denver Carrington an Steven überträgt. Vorher war es immer mal wieder Thema, dass ein schwuler Sohn kein würdiger Nachfolger für Blake sei. Eigentlich sogar eine Schlüsselszene- Blake als Vertreter des konservativen Amerikas demonstriert seinem schwulen Sohn endlich sein Vertrauen und seine Liebe!
Wenn Du findest, dass diese glattgebügelte Form der Homosexualität dazu geführt hat, weltweit toleranter zu sein, würde ich mich dem anschließen.
Dennoch, glaube ich, hätte man eine stärkere Geschichte gehabt, hätte Steven nicht über längere Zeiträume seine Beziehungen zu Frauen gehabt und wäre tatsächlich mal Opfer gewalttätiger Übergriffe durch intolerante Menschen geworden. (Stell´ Dir das mal vor: Steven wäre von Skinheads angegriffen und lebensgefährlich verletzt worden. Er läge im Koma, der ganze "Denver Clan" um ihn herum ist fassungslos und zu Tode betrübt. Blake und Alexis schwören, die Täter zu finden und zu bestrafen....)
Vielleicht wäre die Zeit auch dafür schon reif gewesen!

2. Jetzt bin ich, was Dominique betrifft, nicht mehr so leidenschaftlich, liegt aber eher daran, dass ich den Computer für heute gerne ausschalten würde.
Aber alles in allem auch hier: Eine Abhandlung der Geschichte um Dominique, die die Problematik eines illegitimen Halbblut-Kindes in den 50er Jahren, die ja ansatzweise vorhanden war, mit mehr gesellschaftlicher Relevanz wiedergegeben hätte, wäre auch hier sicherlich spannender gewesen, hätte der Figur zum einen mehr Konturen verliehen, zum anderen DYNASTY auch inhaltlich zu einer Top-Serie gemacht.

09.04.10 22:05
Bepo
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17.08.2009
Beiträge: 234

Man sollte aber bei allen Möglichkeiten die es gäbe bedenken, dass Dynasty nun mal keine Serie ist, die gesellschaftspolitische Themen seriös abhandelt. Es ist und bleibt eine Prime Time Soap, die an Absurdität nicht zu überbieten ist. Aber genau das war die Intention und macht meiner Meinung nach den Charme dieser Serie aus. Ich hätte keine realistischen Storylines sehen wollen!


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'Quote me as saying I was mis-quoted.' (G.M.)
10.04.10 09:37
Rollin
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17.01.2010
Beiträge: 263

Den wahren Charme einer Prime Time Soap machen aber widergespiegelte Realitäten aus, die dann durch die dramatische Erhöhung und teilweise Trivialisierung den Zusachauer so in ihren Bann ziehen, dass irgendwann die Illusion aufgebaut ist, die Personen seien real.
Dies wird durch diverse Beispiele, nicht zuletzt aus DYNASTY, bestätigt.
- Bei "Dallas" haben wir zum Beispiel den kalten Ehekrieg von JR und Sue Ellen, den, in Teilaspekten, vermutlich jeder schon einmal erlebt hat. Ebenso wie Sue Ellen und ihr Alkoholproblem- typisch für Suchtverhalten jeglicher Form. Hier wird überhöht realistisch gezeigt, dass oft geringe Anlässe dazu führen, der Sucht wieder einmal nachzugeben.
- Bei "Knots Landing" (meiner Meinung nach so wie so die beste der vier großen 80er Jahre Drama Soaps) haben wir unsere Vorstadt-Clique, die aus der Mittelmäßigkeit aufsteigen möchte und über viele Intrigen und Irrungen ein gemeinsames Hotel-Projekt "Lotus Point" auf die Beine stellt, das dann allerdings nicht läuft und geschlossen werden muß.
Ein Höhepunkt von "Knots" war auch die Story Line, als Valenes Zwillinge von Baby Brokern gestohlen und für eine illegale Adoption freigegeben wurden. Valene, die darüber fast den Verstand verliert, spiegelt exakt das wieder, wie sich ein Mensch, dem so etwas geschieht, verhalten würde.
(Und dabei sind ihre Haare nicht toupiert und sie trägt so gut wie keine Schulterpolster!)
Des weiteren gibt es bei "Knots" auch den gehobeneren Mittelstand, der immer wieder auf die Durchschnittsfamilien herabblickt. (Zitat "Sie mit ihrem Reihenhaus und Ihrem Sackgassenleben...")
Allerdings ist die schwarze Familie, die auch dort wohnt, auch eher eine Randerscheinung und verschwindet nach 5 Staffeln ebenfalls im Nirwana!
- Bei DYNASTY möchte ich hier eine Story Line anführen, die wahrscheinlich von echten Fans nicht als Höhepunkt gesehen wird, nämlich die um Krystinas Herzoperation. Hier wird auf mehreren Ebenen ein menschliches Drama erzählt; das arme kranke Kind, die Mutter des Spenderkindes usw. Das war für mich eine der spannendsten und bewegensten Geschichten, die ein DYNASTY-Drehbuch je hervor gebracht hat.
Am Anfang gab es ja noch die Blaisdels als Durchschnittsmenschen, die als Gegenpol zu den reichen Carringtons sicherlich ein roter Faden durch die Serie hätten sein können. Ich bin mir nicht sicher, warum diese Familie durchgefallen ist, würde es allenfalls auf das Casting schieben. Als unglücklicher Teenager war Katy Kurtzman leider kein Sympathieträger, vielleicht war sie auch nicht hübsch genug; wie man hier im Forum des öfteren liest, war ja auch Pamela Bellwood nicht wirklch die Beliebteste, obwohl sie darstellerisch durchaus bemüht war, ihrer Rolle Profil zu geben.
Sammy Jo als Farbtupfer eines aus einfachen Verhältnissen stammenden Mädchens war auch eine Identifikationsfigur. Das Schöne an dieser Story war die Moll-Variante der Cinderella Story, der Prinz war in Wirklichkeit schwul und die Königsfamilie mochte sie nicht. (Der Blödsinn, als Sammy Jo in die Entführung Krystles mit dem Austausch durch die Doppelgängerin verwickelt war, hat die Figur -genau genommen- verraten!)
Sogar der Konflikt Blake/ Alexis ist in der Realität häufiger anzutreffen als man denkt, nur unternehmen die meisten Leute nichts Derartiges, um ihren Rachegedanken zu befriedigen. (Alexis tat also, wovon Millionen Frauen träumten- dem Ex den Garaus machen!)

Ich denke, es stimmt nicht, den Erfolg von DYNASTY auf seine Realitätsferne zu schieben. Die Überhöhung hat bis zu einem Punkt funktioniert und Realitäten widergespiegelt, leider gab es zwei Probleme, wie bei vielen US-TV-Serien:
- Der Erfolgsdruck verführte die Autoren zu haarsträubenden Geschichten.
- Man hatte den Punkt zum Aufhören verpasst und nudelte die Serie so lange weiter bis keiner sie mehr sehen wollte.
(Meiner Minung wäre der beste Punkt zum Aufhören das Ende der siebten Staffel gewesen- Balke und Alexis waren versöhnt, ebenso wie Ben und Blake, Sammy Jo hatte Steven endlich ihre unglückliche Liebe für ihn gestanden, Krystina war gerettet, Adam und Dana heirateten! -Das bizarre Auftauchen von Matthew Blaisdel hätte man sich schon schenken sollen!)


10.04.10 10:20
apollo
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Zitat von Rollin:
Dies ist von sozialem, (pop-)kulturellem Interesse und ein Psycholge müßte hierzu eigentlich etwas zu sagen haben.


Wen meinst du denn damit? Bepo? Den möchtegern Psychoonkel, der wahrscheinlich Tiere therapiert???


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DALLAS - 2012
10.04.10 11:07
Bepo
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Nun ja, mir war beispielsweise Dallas, Falcon Crest und Knots Landing zu langweilig. Und offensichtlich wollte man nach der ersten Season von Dynasty nicht noch einen Dallasabklatsch produzieren.

Wie gesagt, ich will in solchen Serien nicht die Realität sehen. Nicht mal ansatzweise. Und ich fand gerade diese absurden Geschichten toll. Der unfassbare Reichtum, Fallons Entführung durch Aliens, die Doppelte-Krystle-Story, die Fallonstory um Roger Crimes, die unzähligen Hochzeiten, die Geschichte um Sean Rowen, Scheidungen, Morde und Mordgedanken, der gesamte Inzestclan. Großartig!


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'Quote me as saying I was mis-quoted.' (G.M.)
10.04.10 11:52
Rollin
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17.01.2010
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Ich muß gestehen, ich kann das nicht nachvollziehen!

Du schreibst, Du fändest "Dallas", "Falcon Crest" und "Knots Landing" zu langweilig und "Denver Clan" NICHT???
Das mußt Du begründen, denn was könnte langweiliger sein als Endlos-Story-Lines? (Hier sprechen allerdings die Fakten: "Blakes Sorgerechtsklage gegen Steven" ging über 13 Folgen, "die doppelte Krystle" über 18 Folgen...)

Ebenso solltest Du Dich dazu erklären, warum "Denver Clan" KEIN "Dallas"-Abklatsch sein soll!
Auch hier sprechen -meiner Meinung nach- die Fakten für sich:
- Die Carringtons sind auch im Ölgeschäft, sie sind reich und es passieren ihnen merkwürdig ähnliche Dinge wie ihren Kollegen in "Dallas".
- Sie heiraten Frauen aus der Mittelschicht, die sich in den neuen Kreisen erst zurecht finden müssen.
-Ihre Ölfelder in Fernost werden verstaatlicht.
-Ihre Babys werden entführt;
vornehmlich von psychisch kranken Frauen, die sich einbilden, es wären ihre.
- Ihre Frauen haben spektakuläre Fehlgeburten.
- Sie erleben spektakuläre Gerichtsverfahren.
- Goldgräber tauchen auf, die sie ausnehmen wollen.
- Verlierer kommen gar nicht erst auf die Beine, dafür wird gesorgt.
- Verschollene Familienmitglieder tauchen auf.
- Mysteriöse Flugzeugabstürze finden statt.
Na ja! Geschwister, die gemeinsam eine Firma leiten, streiten sich überall...

Dies sind nur ein paar Beispiele, bei denen es ein leichtes ist nachzuweisen, dass die "Dallas" Story VORHER da war.
Ich könnte mir denken, Dein spezieller Freund Apollo könnte hier noch mehr anfügen.
Also, was ist hier ABKLATSCH?

11.04.10 06:32
apollo
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03.01.2010
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Die Nazi-Storyline!
Wenn das keine GEKLAUTE Geschichte aus Falcon Crest war, dann weiß ich nicht.

Den Shapiros haben bestimmt FC und Dallas geguckt, Geschichten geklaut, was das Zeug hielt und ein kleines bisschen umgeschrieben.


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DALLAS - 2012
11.04.10 06:40
apollo
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Zitat von Rollin:
Ich könnte mir denken, Dein spezieller Freund Apollo könnte hier noch mehr anfügen.

Also bitte! Rollin! Wie kannst du nur???


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DALLAS - 2012
11.04.10 06:40
apollo
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Zitat von Rollin:
Ich könnte mir denken, Dein spezieller Freund Apollo könnte hier noch mehr anfügen.

Also bitte! Rollin! Wie kannst du nur???


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DALLAS - 2012
11.04.10 06:44
Bepo
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17.08.2009
Beiträge: 234

Natürlich hat Dynasty Storylines von anderen Serien geklaut. Genauso wie andere Serien voneinander und von Dynasty geklaut haben!

Ich kann nur für mich sprechen, ich fand die anderen Serien langweilig. Die Kulissen, die Kostüme, die Sprache. Das alles war einfach bei Dynasty nochmal ums vielfache übersteigert. Alexis als Biest ist einfach umwerfend. Ebenso dass einfach jeder böse war! Abgesehen davon habe ich die Sprache geliebt. Die vielen britischen Schauspieler! Weiters fand ich die Art zu spielen toll. Diese minimalistischen, dramatischen Gesten.

Was ich jetzt nicht ganz verstehe, du sagtest, Dallas und Falcon Crest seien näher an der Realität. Das impliziert ja, dass Dynasty abgehobenere Storylines hatte, oder?

Ich kann auch nicht behaupten ich würde mich bei Dallas oder FC auskennen. Ich habe diese Serien nie vollständig verfolgt. Insofern ist mein Wissen über die Storylines nicht so wie bei Dynasty. Aber das was ich gesehen habe hat mich nicht beeindruckt!


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'Quote me as saying I was mis-quoted.' (G.M.)
11.04.10 09:58
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