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Patrick
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Bei der Reportage "Truth behind Rumours" meinten die allerdings das die erste Season von Dynasty den 26 Platz belegt hätte...Kann natürlich auch eine falsche Info sein

18.06.10 11:47
Bepo
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17.08.2009
Beiträge: 234

1. Ich meckere ja auch niemand an! Ich sage einfach nur dass ich die anderen Serien scheisse finde und DC gut! Und das ist wohl auch mein gutes Recht hier in einem DC-Fan-Forum.

2. Ich weiss nicht von wieviel gezählten Serien. Wenn deine Zahlen auc haus dem Nielsen Rating sind kannst du ja vergleichen!


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'Quote me as saying I was mis-quoted.' (G.M.)
18.06.10 12:10
Bepo
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dabei seit:
17.08.2009
Beiträge: 234

1. Ich meckere ja auch niemand an! Ich sage einfach nur dass ich die anderen Serien scheisse finde und DC gut! Und das ist wohl auch mein gutes Recht hier in einem DC-Fan-Forum.

2. Ich weiss nicht von wieviel gezählten Serien. Wenn deine Zahlen auc haus dem Nielsen Rating sind kannst du ja vergleichen!


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'Quote me as saying I was mis-quoted.' (G.M.)
18.06.10 12:10
Rollin
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dabei seit:
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Beiträge: 263

So, da versuchen wir jetzt alles noch einmal!

Erst mal scheint es ja fast so, als hättest Du da die gesamte Handlung von „Denver Clan“ aufgeschrieben.
Aber zwei Storylines sollten auch nach ganz oben, einmal die „Sarah Curtis“- Story und dann natürlich der Sensationsprozess gegen Blake wegen Mordes an Ted Dinard.
Die Geschichte um die doppelte Krystle war nicht unbedingt mein Favorit, das lag aber an den gefühlten 100 Folgen, in denen sie erzählt wurde. (Ich weiß, es waren „nur“ 18!)
„Moldavia“ hatte nach dem Massaker irgendwie verloren. Hatte man es doch geschafft, die Illusion eines Zwergstaates à la Monaco aufzubauen, war dies jedoch nach der Revolution passé. „Moldavia“ wirkte klein und operettenhaft, die Revoluzzer alles andere als bedrohlich.
Adam und Claudia waren nicht ganz schlüssig. Trotz der Psycho-Probleme von Claudia war sie zuvor als einigermaßen vernünftige Frau dargestellt worden. Und plötzlich so ein akuter Verfall in den Wahnsinn? Eigentlich hätte sie sich gegenüber Blake nie so verhalten. Egal wie sehr er sie verärgert hatte, die Dankbarkeit für seine früheren Gefälligkeiten ihr gegenüber hätte sie im Zaum gehalten, aber davon konnten die neuen Autoren ja nichts wissen (, aber Edward de Blasio arbeitete doch immer noch mit….)
Die Story- Line um Roger Grimes in Season 9 steht im Widerspruch zu allem, was in den Seasons 2und 3 über Roger Grimes gesagt wurde.

Zu Deinen Fragen:
1. Der popkulturelle Impact von „Denver Clan“ war natürlich zweifelsfrei groß, der von „Dallas“ mindestens genauso, wenn nicht größer.
Wenn Du Dich heute umschaust, wirst Du feststellen, dass jeder über 35 beide Serien kennt; allerdings können die meisten sie nicht auseinander halten…
Wie entsteht „Kult“? Das ist sehr vielschichtig.
Ich habe mal eine Diskussionsrunde erlebt, in der dieses Phänomen wie folgt dargestellt wurde:
„Man muss den Zeitgeist treffen, gleichzeitig ihn aber um eine Spur verfehlen.“
Als Beispiel aus dem Fernsehen wurde „Drei Engel für Charlie“ angeführt. (Sorry dass es keine von unseren „Prime Time Soap Operas“ war!)

2. Zunächst ein paar Infos! Gemeinhin gilt im US- Fernsehen die Faustregel: Schafft es eine Serie in die (durch die „Nielsen- Survey“ ermittelten Einschaltquoten) „Top 50“ wird sie fortgesetzt.
In den Fällen von „Falcon Crest“ und „Knots Landing“ hatte man es meistens mit „Top 30“- Platzierungen zu tun.
Platzierungen in diesem Mittelfeld sind eigentlich das, was einer Serie eine lange Laufzeit garantiert, denn Autoren und Produzenten behalten ihre kreative Freiheit.
Das sieht in den Spitzenpositionen („Top 5“) leider anders aus.
„Top 5“- Serien bekommen ein stärkeres öffentliches Interesse in Presse und Medien. Sie gelten als HIP.
Lukrative Werbeverträge werden für „Top 5“- Serien geschlossen, leider auch mit dem Nebeneffekt, dass den Werbepartnern bestimmte Quoten versprochen werden. Sollten sich diese nicht bewahrheiten, heißt das oft, dass bereits geflossene Gelder zurückerstattet werden. Meist werden zusätzlich Leute engagiert, die eine Verbindung von Werbepartner zum Inhalt einer Serie herstellen. Das ist reines Business und tötet in vielen Fällen Kreativität.
„Denver Clan“ erreichte in den Seasons 3, 4 und 5 die Spitzenposition „Top 5“. Danach ging es bergab.
(Ein weiteres Beispiel ist wieder einmal „Drei Engel für Charlie“. Nach den ersten drei quasi unschlagbaren Seasons sackte die Serie in ihrer vierten Season auf Platz 19. Das war eine Katastrophe. Als in der folgenden Season 5 keine Verbesserung der Quote zu bemerken war, wurde die Serie eingestellt.)
„Falcon Crest“ bewegte sich weitestgehend in den „Top 30“, darüber hinaus gewann die Serie zwei Mal einen Preis als beste Serie. Eine solche Auszeichnung sichert Werbepartner ebenso gewiss wie Spitzenquoten.
Der Qualitätsverlust bei „Falcon Crest“, besonders in Season 9, ist nichts anderes als der bei „Denver Clan“ in den Seasons 8, 9 und der Reunion. (Ich weiß, einige Fans stehen besonders auf Season 9 des „Denver Clan“…) Diese verzweifelten Versuche, etwas Neues zu schaffen, was dann doch nicht ankam, kollidierten sicherlich mit dem veränderten Zeitgeist der späten 80er (Comedy war stark im Kommen, das Leben der Reichen zur Genüge in Film und TV runtergenudelt...)
Wenn Du die Besetzung der ersten „Denver Clan“- Folge mit der der letzten vergleichst, wirst Du feststellen, dass von der Ursprungscast auch nicht mehr viel übrig ist. Zu Lasten von „Denver Clan“ sollte hier einmal erwähnt werden, dass im „Denver Clan“ ein ständiger Wechsel der Hauptpersonen bereits in Season 2 begann. Zum Vergleich: „Dallas“ operierte 10 Seasons, „Falcon Crest“ 5 Seasons mit mehr oder weniger derselben Cast.
Da dieser ständige Wechsel bei „Denver Clan“ sich ja nun in gewisser Weise bewährt hatte (- neue Besen kehren gut-), sah man bei den anderen Serien der Problematik auslaufender Verträge und Gagenverhandlungen gelassen entgegen und ließ bewährte Darsteller einfach abziehen. Leider hatten die Zuschauer damit aber auch ihre Identifikationsfiguren verloren.
Zu den Spitzenpositionen „Top 5“ sollte man sich noch einmal das alte Sprichwort, an der Spitze ist es einsam, ins Gedächtnis rufen.
(Noch was zum Thema „Kult“: Wenn man in der „Nielsen History“ mal recherchiert, wird man erstaunt feststellen, dass echte Kultserien wie „Star Trek“ oder „Mission Impossible/ Kobra, übernehmen Sie“ sich auch nur in den „Top 30“ bewegen.)

3. Wie bereits gesagt, bewegte sich „Knots Landing“ auch immer in diesem attraktiven Mittelfeld der „Top 30“ (höchste Platzierung war, glaube ich, ein Platz 9). Dies erklärt sehr gut, warum die Serie 14 Jahre lang produziert wurde. Außerdem war das Suget ja ein anderes: Man konnte eigentlich Geschichten über alles schreiben (Drama, Comedy, Mystery, Satire usw.)
Es gibt da ein lustiges Interview mit David Jacobs (Serienschöpfer), der meinte, die Serie lief deshalb so lange, weil der Sender jahrelang vergessen hätte, sie zu „canceln“.

Übrigens! So wohl Camille Marchetta als auch David Paulsen waren für „Dallas“, „Denver Clan“ und „Falcon Crest“ im Bereich „Story Editing“ und „Drehbuch“ tätig.
(Die sahen die Konkurrenz der Serien also bei weitem nicht so verbissen wie manche Fans.)

@ Apollo:
Die genauen Platzierungen von „Dallas“, „Knots Landing“ und „Denver Clan“ finden sich bei der „Nielsen History“. Man muss dort dann nur die Jahreszahlen, wann die Serien gelaufen sind, eingeben und bekommt, wenn ich mich recht erinnere, eine Auflistung der jeweiligen „Top 30“:

18.06.10 12:20
Rollin
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Beiträge: 263

Tja, da war ich wohl zu langsam.
Da hat ja jemand schon die genauen Quoten aus dem Hause Nielsen beigebracht.
Danke, Bepo!

18.06.10 12:22
Rollin
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17.01.2010
Beiträge: 263


Zitat von apollo:
Okay, danke.

Aber von wievielen gezählten Serien denn?


Na, na, na!
Natürlich von allen, die zum damaligen Zeitpunkt gesendet worden sind!

18.06.10 12:25
Bepo
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17.08.2009
Beiträge: 234

1. Aus psychopathologischer Sicht wurde Claudia einwandfrei und gut dargestellt!
2. Warum steht die Roger Crimes Story im Widerspruch zu Season 2 und 3?
3. Gerade den Castwechsel mochte ich sehr gerne! Ich fand es immer sehr spannend wer in Denver aufgetaucht ist und wie derjeneige dann mit dem Clan verbunden war!
4. Wenn man sich sozioloische und Kunstgeschichtliche Arbeit anssieht wird man feststellen, dass DC den größten popkulturellen Impact hatte!
5. Was du über Topplatzierungen schreibst ist natürlich richtig! Wobei ich denke dass die meisten Serien nunmal eine gewisse Halbwertszeit haben!


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'Quote me as saying I was mis-quoted.' (G.M.)
18.06.10 13:03
Rollin
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dabei seit:
17.01.2010
Beiträge: 263

Zunächst eine kleine Korrektur:
David Paulsen arbeitete nicht bei "Falcon Crest", sondern neben "Dallas" und "Denver Clan" bei "Knots Landing!"

1. Worauf stützt sich die Aussage, dass "Denver Clan" den größten popkulturellen Impact hatte?
Hat es was mit der damals in vielen Kaufhäusern vertriebenen "Nolan Miller"-Kollektion zu tun?
Was die Präsenz im wahren Leben betrifft, hatte "Dallas" auch einiges zu bieten:
- Das Telefon "Modell Dallas", das erste mit Tastatur im Hörer.
- Die rustikale Küche, die einen Trend wieder belebte, der bis heute immer noch anhält. (Landhausstil!)
- Und letztlich das immer noch auf dem Markt bestehende Fertighaus, das von außen wie die "Southfork- Ranch" aussieht. (Übrigens in Ungarn bei vermögenden Auswanderern und Wochenendhausbesitzern sehr beliebt!)

2. Die "Roger Grimes"- Story in Season 9 ist widersprüchlich zur Aussage von Alexis in Season 2, sie habe sich 16 Jahre lang nicht nach Denver getraut, weil Roger Grimes gedroht hatte auszusagen, sie sei mit einem Kerzenständer gegenüber ihm handgreiflich geworden, und sie habe erst jetzt von seinem kürzlichen Tod erfahren. Weiterhin nimmt Roger Grimes´ Vater Anfang Sesaon 3 Bezug auf diese Aussage. (Er war ja der Entführer von Little Blake, erinnerst Du Dich?) Auch wenn man jetzt wohlwollend unterstellt, Alexis habe Steven belogen, um die 16 Jahre Abwesenheit in einem besseren Licht erscheinen zu lassen, ist es doch seltsam, dass Alfred Grimes das spurlose Verschwinden seines Sohnes mit keiner Silbe erwähnt!

3. Das mit Claudia mag bis zu einem gewissen Grad zutreffen,
dennoch ihr Verhalten in Season 6 ist nicht fundiert genug dargestellt; Pamela Bellwood hat ja auch, aufgrund ihrer damaligen Schwangerschaft, nicht mehr so viele Szenen wie vorher. Beim Schreiben hätte man wahrscheinlich mit mehr Tiefgang in der Charakterbildung und ein paar Szenen mehr Schlüssigkeit herstellen können.
Warum diese eigentlich sensible Frau plötzlich auf den Kotzbrocken Adam abfährt hätte ein paar Erklärungen mehr erfordert.
So wirkt diese Veränderung in Claudias Wesen ein wenig zu plakativ und mutet wie alles bei "Denver Clan" in Season 6 wie ein Comic- Strip an.

4. Vielleicht war das mit dem Castwechsel bei "Denver Clan" eleganter als bei den anderen Serien gelöst, da bereits ab Season 2 die ersten Helden über Bord gesprungen und durch neue ersetzt worden waren. So gab die Serie ab einem frühen Stadium den Weg vor, dass Abschied von alten und Auftreten von neuen Menschen zum guten Ton der Serie gehörten. Da das Wechseln der Darsteller bei "Dallas" erst zu einem fortgeschrittenen Stadium der Serie eintrat, wirkte es hier wie eine Notlösung, da die bewährten Rollen und ihre Darsteller nicht mehr zur Verfügung standen.

18.06.10 13:51
Bepo
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dabei seit:
17.08.2009
Beiträge: 234

Es ging einerseits um die Mode. Nicht nur um die Dynasty-Kollektion sondern generell den Einfluss der Serie auf die Modeindustrie und den Kleidungsstil der 80er. Andererseits um den Zeitgeist und Yuppie-Ära. Wie dieses Thema bei Dynasty aufgegriffen wurde und selbst wiederum Enfluss darauf hatte!

Das mit Roger Grimes ist richtig! Aber wird das nicht irgendwie erklärt in Staffel 9?

Was Claudia betrifft: natürlich kann man es immer noch besser machen! Im Nachhinein fallen mir 100 Dinge ein, die möglicherweise besser, dramatischer, etc gewesen wären. Aber das beschränkt sich nicht nur auf DC.

Und ich finde das man das DC durchaus als Pluspunkt anrechnen kann, in welcher Form sie neue Charaktere eingeführt haben. Sie haben eben aus der Not eine Tugend gemacht und das nicht schlecht! Es war nie so das ich mir dachte, dass es völlig absurd und lächerlich ist warum ein Charakter plötzlich auftauchte!

Ich finde auch dass viele übertreiben wenn sie meinen die Autoren hätten sich nicht um alte Staffel und Storylines gekümmert! Ich finde nicht dass hier so großartig viele Fehler passiert sind! Gut, manche Storylines sind im Sand verlaufen, die hätte man eleganter lösen können. Auch hätte ich das offene Ende der Colbys kurz aufgegriffen und gelöst! Aber wie gesagt, ich fand das nicht so dramatisch und besser kann man es immer machen!


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'Quote me as saying I was mis-quoted.' (G.M.)
18.06.10 14:07
Rollin
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17.01.2010
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Zitat von Bepo:
Was du über Topplatzierungen schreibst ist natürlich richtig! Wobei ich denke dass die meisten Serien nunmal eine gewisse Halbwertszeit haben!



Es gibt natürlich auch "Kult"-Klassiker wie "Guiding Light" (auf deutsch liefen einige Folgen unter dem Titel "Springfield Story"). Die wird immer noch produziert, obwohl sie längst kein "Burner" mehr ist. Und es wäre auch schade, denn diese Serie begann kurz vor dem zweiten Weltkrieg als Radio- Fortsetzungsserie und wanderte in den 50er Jahren dann zum Fernsehen ab.

In anderen Fällen wäre es lobenswert, Serien würden auch mal aufhören, wenn sie noch top sind. Dann würde der Zuschauer sie stets in guter Erinnerung behalten. Leider wird, gerade im US- Fernsehen, die goldene Kuh meistens so lange gemolken, bis sie tot umfällt.

18.06.10 14:09
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