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Rollin
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17.01.2010
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Das späte DYNASTY

Nachdem ich immer wieder bei DYNASTY-„Run throughs“ in den Seasons 6 und 7 stecken geblieben war, habe ich nun endlich das späte DYNASTY (Season 9 und „Reunion“) geschaut und möchte meine frischen Eindrücke hier nun „verewigen“.
Der Look von Season 9 ist nicht mehr das, was man kennt und mag- ich weiß, die Budget-Kürzungen, aber die A....-Karte geht eindeutig an die Autoren!

Es nervt kollossal, dass Krystles Krankheit lediglich als "Schwellung an ihrem Gehirn" bezeichnet wird. Da hätte man etwas recht spannendes mit "Human Touch" basteln können. (Siehe KNOTS und der Tod von Laura Avery; zwar auch keine medizinischen Details, aber die "Abschiedsparty" war unschlagbar...)
Die neu eingeführten Figuren Zorelli, Virginia Metheny, Joanna Sills und Pfarrer Mc Bride sind weder besonders raffiniert geschrieben noch in irgendeiner Form glamourös dargestellt. (Dagegen sprühen die Ortegas in "Falcon Crest"-Season 8 geradezu vor Originalität.)
Läge tatsächlich ein Schatz unter dem Carrington-Haus, wäre Blake bei den dramatisch in Szene gesetzten Verlusten seines Hauses in den Seasons 5 und 7 wohl kaum so cool geblieben.
Die erwähnte Geschichte von Dominique Devereaux stimmt überhaupt nicht mit der in Season 5 "on" und "off screen" dargestellten Geschichte überein.
Tatsächlich ist es die "Roger Grimes-Geschichte", die trotz des Schnitzers zu Season 2 noch am meisten überzeugt, weil Alexis in diesem Zusammenhang endlich wieder leidenschaftlich agiert- sicherlich hätte man ihre offensichtlich falsche Äußerung bezüglich Rogers Tod in Season 2 ganz einfach weg erklären können…
Fallons erotische Träume von dem Verstorbenen muten sehr merkwürdig an; sie wirken eher lächerlich und ich weiß nicht, ob man Fallon damit einen Hang zur Nekrophilie andichten wollte...
Die Mode ist schauderhaft, Fallons Plastik-Kleider sind zum Davonlaufen...und warum tragen alle Frauen Strapse?

"Krystle im Koma"/ "Schwellung am Gehirn"... ich lach´mich tot!
Wie gesagt, bei KNOTS und Laura gab es zwar auch keine medizinischen Details, aber immerhin wurde das Ding beim Namen genannt "bösartiger Hirntumor im Endstadium"- aber die Art, wie Laura mit dieser Diagnose umging, war sehr bewegend, beinahe als Vorbild-Charakter.
Krystle dagegen wollte nur Wohltätigkeitsprojekte ins Leben rufen, kam nicht mehr dazu und ihre Partnerinnen (Sable und Sammy Jo) verfolgten dies auch nicht großartig weiter.
Die Dinner-Szene, in der Krystle Teller schmeisst, war zwar durchaus witzig, hat aber nur begrenzt einen realen Bezug. Es ist zwar richtig, dass Durchblutungsstörungen des Gehirns zu abnormem Verhalten führen können, dieses aber meistens doch aus einem realen Anlass heraus entsteht- die Klassiker hierbei sind "Nicht mehr nach Hause finden", "Verschwörungsvermutungen" oder "Enthemmtheit". Es wäre also logischer gewesen, Krystle hätte vermutet, das Essen wäre vergiftet gewesen oder wäre nackt bei Tisch erschienen, aber nun gut...
Seltsam ist auch, dass die Operation "off screen" stattfand- eine verschenkte Möglichkeit, nahegehende Spannung zu erzeugen...oder waren die Autoren schlicht zu faul, sich medizinische Beratung zu holen?

Kriminialistische Beratung hat man sich bei dem "Cold Case" um Roger Grimes sehr wahrscheinlich auch nicht geholt. Auch wenn man in der heutigen Zeit natürlich an andere Ermittlungsmethoden der Polizei in Fernsehserien gewöhnt ist, wirkt diese ganze Untersuchung durch Seargant Zorelli schon recht naiv...

Meiner Meinung nach wäre der bester Punkt zum Aufhören (-neben dem Moldavia-Massaker-) in der zweiten Hälfte von Season 7 gewesen...
Blake und Alexis nach der Explosion, bei der Blake vorübergehend sein Gedächtnis verloren hat, versöhnen sich quasi, bis Alexis Blake darauf hinweist, dass sie und er geschieden sind und er inzwischen zu der blonden Frau gehört, die da draußen vor dem Haus steht...
(Eventuell noch die "Herzspender"-Story" und die "Geiselnahme durch Matthew Blaisdel", aber auf keinen Fall weiter!!!)

DENVER CLAN goes "Marnie"- auch wenn es grundsätzlich als sichere Bank angesehen werden kann, beim Altmeister Alfred Hitchcock abzukupfern, hätte man vielleicht dem Autorenteam sagen sollen, dass "Marnie" von der Fachwelt nicht als sein bester Film angesehen wird.
Nichtsdestotrotz ist "Marnie" aber auch nicht so schlecht, um nicht eine spannende Basis zu liefern. So ist es hier aber (in der Auflösungsfolge) nur ansatzweise geschehen. Auch wenn das Szenario inklusive des Satzes "Tu meiner Mami nicht weh!" zitiert wird, ohne Paranoia vor Gewitter und der Farbe "rot" zu integrieren, sind die psychologischen Hintergründe (trotz offensichtlicher Trivialisierung) mehr als nebulös.
Zeigt Hitchcock in seinem Film hauptsächlich, wie das Leben von Mutter und Tochter durch diese ungeheurliche Tat einen psychotischen Gang nahm, da die Mutter seitdem einen gewissen Abscheu vor ihrer Tochter verspürt, ist bei DENVER CLAN natürlich keine befriedigende Erklärung geliefert worden- nicht nur dass das kleine Mädchen besagten Abend vergessen (sprich verdrängt) haben soll, sondern ebenso die anwesende Mutter. Über Verdrängungsmechanismen weiß ich nur begrenzt Bescheid, und der durchschnittliche Zuschauer bestimmt noch weniger. Es hätte also einigen Erklärungsbedarf gegeben.

Ca. 10 Folgen lang (nach Krystles Übersiedlung ins Koma) kroch die Handlung auf der Stelle- in jeder Folge gab es sogar kleine Szenen, in denen die vorherige Episode "nacherzählt" wurde (, vermutlich für die Zuschauer, die die Folge zuvor verpasst hatten). Dadurch wirkt alles unheimlich "geschwätzig"...

Sammy-Jo und der Priester, da brennt allenfalls meine Geduldsschnur, aber keinesfalls das Bett!

Sable und die Schwangerschaft, okay, okay, das ging irgendwie.

Der Cliffhanger? Der ist auch ziemlich lahm, denn genau genommen steigt die Spannungskurve erst in den letzten zehn Minuten an.
Captain Handler trifft sich mit jemandem, der in einer Limousine vorfährt.
Bin ich da jetzt falsch informiert? Aber für Ölmagnaten müsste ein solcher Schatz, dessen Größe man nur erahnen kann, trotzdem eher ein kleiner Fisch sein? Nun gut!

Zur Reunion:
Warum die "Reunion" so ausgefallen ist und eine für DENVER CLAN ungewöhnlich komplexe und rasch erzählte Handlung aufweist, kann nur eines bedeuten: Es gab tatsächlich, bereits hier im Forum als Gerücht angesprochen, eine "Bible" für eine mögliche Season 10, die auch weitestgehend verwendet wurde, um komprimiert diese vier Folgen zu bestreiten.
Etwas ganz und gar nicht Streitbares, was die "Reunion" an Positivem zu bieten hat, ist der Look! Auch wenn es natürlich klar ist, dass nicht in Europa gedreht worden ist, sind die Establishing Shots gut gewählt, die Sets wirken prunkvoll und weitläufig (, nicht wie dieses fürchterlich angeranzte und gedrungene Set des "Carlton"-Hotels). Auch das neue Innen-Set der Carrington-Villa sieht edel und gut aus, auch wenn der Grundriss nicht mit früher übereinstimmt.

Inhaltlich werden einige Geschichten zu Ende geführt:
- Zum einen sind sich Blake und Steven endlich grün; Blake akzeptiert seinen Sohn, so wie er ist.
- Wie bereits gegen Ende von Season 7 hat die Carrington-Familie wieder einen Weg des freundlichen Miteinanders mit Alexis gefunden.
- Es wird eindeutig gesagt, dass Blake wegen des Todes von Captain Handler im Gefängnis gesessen hat, aber nun herausgekommen sei, dass dieser korrupt war... (Jeff erzählt dies in der Eröffnungssequenz Blake im Gefängnis, gleichzeitig mit der Kunde der Begnadigung.)
- Der Kunstschatz wurde offensichtlich von dem ominösen "Konsortium" übernommen, wenn auch dies etwas mysteriös bleibt.
- Wie bereits mehrfach erwähnt; Alexis landete nach dem Sturz durch das Balkongeländer im "Carlton"-Hotel weich auf Dex Dexter, der dies nicht überlebt hat. Dies wird kurz erwähnt.
- Weiterhin wird erwähnt, dass Krystle beinahe seit einem Jahr aus dem Koma erwacht ist- die Klinik, in der sie lag, ist von dem besagten "Konsortium" übernommen worden, das wiederum den bestechlichen Dr.Jovinet auf sie angesetzt hat, der sie durch Hypnose zu einer Tötungsmaschine machen soll.

- Was im Dunkeln bleibt, ist, wieso Sammy-Jo die "Delta Rho"- Ranch nicht mehr betreibt und ihr gesamtes Vermögen verloren zu haben scheint.
- Ebenso wird das Schicksal von Sable und Dex Dexters Baby nicht erwähnt.
- Dass Fallon und Jeff auseinander sind, Zorelli in Fallons Leben keine Rolle mehr spielt, und Fallon wieder mit Miles Colby rumturtelt, passt doch hervorragend zu Fallon und zeigt außerdem, dass die Zeit weitergelaufen ist.
- Auch dass Fallon und Krystina wohlauf sind, zeigt, dass sie den "Cliffhanger" gut überstanden haben. (Es hat doch eh keiner ernsthaft daran gedacht, dass die beiden oder eine von ihnen tot sein könnten, oder? )

- Dass Adam vom "Konsortium" angeworben sein soll, um "Denver Carrington" zu infiltrieren, liegt wegen seines grundsätzlich bizarren Verhaltens durchaus im Bereich des Möglichen. Meine Vermutung wäre, dass Sable eine wichtige Funktion innerhalb des "Konsortiums" inne hielt und Adam zusammen mit ihr einige Szenarien inszeniert hatte, die jeglichen Verdacht von ihm lenken sollten, wie zum Beispiel den Streit im "Carlton", der dummerweise so eskalierte, dass er tragischerweise seine Mutter das Geländer gleich mit hinunter stieß.
- Da ja die Person in der ominösen Limousine, mit der Captain Handler in der letzten Episode von Season 9 spricht, im Original eine Frauenstimme hatte, würde ich es eigentlich für logischer halten, diese Frau wäre Sable gewesen, da sie ja -etwas undurchschaubar- die ganze Sache mit dem Schatz und dem See eingeleitet hatte. Wie im späteren Verlauf von Season 9 herauskam, hatte sie ein Gespräch ihres Ex-Ehemannes Jason Colby mitangehört, bezügl. eines großen Wertes unter dem Carrington-Grundstück, woraufhin sie den weißhaarigen Detektiv mit Nachforschungen beauftragte.

Alles in allem kann ich nur eine Lanze für die Reunion brechen, sie ist bei Weitem nicht so schlimm wie die 40 Folgen davor!

07.06.13 07:57
stevie
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24.03.2012
Beiträge: 168

Also, ich muss hierbei in vielen Dingen entschieden widersprechen. Nach einer extrem schwachen Season 7 wurde ab Season 8 versucht, das Steuer doch noch einmal herumzureissen, was in Season 8 leider nur teilweise gelang. Zur Zeit ziehe ich mir ebenfalls die neunte Staffel auf DVD rein und ich bin wirklich wiedermal nahezu überwältigt, wie es Paulsen gelang, dieser seit fast 10 Jahren laufenden Serie neues Leben einzuhauchen(im Übrigen waren auch die Kritiker dieser Meinung). Eine sensationelle Stephanie Beacham spielt sowohl Joan, als auch Linda an die Wand!! Wobei man erwähnen muss, dass man bei allen mitwirkenden Schauspielern ein quasi Erwachen aus dem Dornröschenschlaf zu bemerken vermag. Linda Evans in ihrer Abschiedsvorstellung ist sowas vom ergreifend, dass ich mir ein Päckchen Taschentücher holen musste...besonders die geschnittene Scene mit Krystina- für mich Weltpremiere- war absolut herzzerreissend...im übrigen wird im englischen Original von einem Tumor gesprochen.
Der Gesamtlook war gut, viele Aussendrehs, insgesamt natürlicher, als in den Jahren zuvor...der Prunk war sowieso nicht mehr zeitgemäss Der gesamte Spannungsaufbau geht, wie ich bemerken durfte, ins Unerträgliche, bis endlich der Mord aufgeklärt ist. Ich schaute zusammen mit einem Freund, der die letzte Staffel bisher nicht kannte, und wir mussten öfter als einmal pro Woche schauen, weil er es einfach nicht abwarten konnte...aber ich habe bis zuletzt dichtgehalten. Am Ende sorgt noch Tracy Scoggins für das Salz in der Suppe...und der Look von Emma Samms ist endlich der absolute Hingucker!! Endlich ist Fallon auch wieder Fallon...Super gespielt, Emma!
Die Handlungsfäden sind derart gut versponnen, dass man das Fehlen von Joan und Linda kaum bemerkt! Toll fand ich auch, dass Dominique wieder erwähnt wurde, was daran unlogisch oder contraire mit Season 5 sein soll, weiss ich nicht. warum sollte Dominique neben einer Tante(in Season 5) nicht auch einen Onkel haben? Naja, leider war sowieso offensichtlich alles zu spät und die Zuschauer kamen nicht mehr zurück...mein Freund hat das jetzt bitter bereuht und hätte gerne noch mehr von diesen jetzt wieder so unterhaltsamen Folgen gesehen

08.06.13 14:35
Rollin
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dabei seit:
17.01.2010
Beiträge: 263

Die Geschmäcker sind verschieden- in der Tat!

zu Krystles Krankheit: Sollte sie im Original beim Namen genannt worden sein, gibt es hier ein dickes Minus für die deutsche Fassung. Was hat man sich denn dabei gedacht, es bei einer derartigen Übersetzungspanne zu belassen? Aber der Bezug zu dem Sturz vom Pferd in Sesaon 2 wird doch auch im Original hergestellt worden sein, oder nicht?
zu Dominique: In Season 5, als Dominique um die Anerkennung ihrer Familie buhlte, hörte sich das alles eher so an, als hätte Tom Carrington Millie Cox (-nicht Mathews, wie in Season 9 behauptet-) als Person nicht wirklich ernst genommen und bei ihr nur seine animalischen Triebe ausgelebt- ehrlich gesagt klang es sogar so, als wäre bei Dominiques Zeugung Gewalt im Spiel gewesen. In Season 9 soll er dann plötzlich bei Dominiques Onkel und Tante wichtige Papiere deponiert haben?
der Fall Roger Grimes: Den fand ich in weiten Strecken recht spannend,(trotz der Unstimmigkeit zu Season 2,) die Auflösung wiederum wirkte eher dürftig und lehnte sich -meiner Meinung nach- zu stark an Alfred Hitchcock's "Marnie" an, ohne dessen psychologische Tiefe auch nur annähernd zu erreichen.
zu den Kritikern: Bei der Reportage über "Denver-Clan" von Al Corley berichtet Joan Collins sehr charmant davon, dass sie die Drehbücher bis einschließlich Season 7 durchaus akzeptabel fand.
und noch zu Stephanie Beacham: Die wirkt wie eine bizarr asexuelle Plastik-Puppe auf mich, die -zugegeben- in dieser komischen Rolle ganz stimmig wirkte. Nur, warum Blake an ihr interessiert sein soll, erschließt sich mir nicht.

Und es gab zahlreiche Entwicklungen in den Stories, die man knackiger und spannender hätte machen können...
Aber die "Reunion" entschädigt dann ja für so manches.

Ich vermute trotzdem, dass David Paulsen -wie ein Doppelagent- von "Lorimar-Productions" eingeschleust wurde, um die Serie kaputt zu schreiben...

08.06.13 15:13
Eisenfaust
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30.01.2012
Beiträge: 160

Ich habe Denver Clan erst als Erwachsener für mich entdeckt, denn ich den 1980er Jahren, schaute ich Denver Clan nicht. Zum Einen war ich zu jung für die Serie und zum Anderen schaute meine Mutter jede Woche Dallas und Denver Clan interessierte sie wenig.

Ich hab mir alle Staffeln auf DVD gekauft und ein großes Interesse an der Serie entwickelt. Denver Clan war schon immer etwas "over the top". Dieses Moldavien Massaker, wo die ganze Hochzeitsgesellschaft umbeblasen wurde, und doch wieder alle überlebt haben (bis auf Figuren, die eh nicht so wichtig waren) oder auch der Brand, des La Mirage, in dem Claudia umkam, zeigen schon eine sehr übertriebene Storyline.

Was ich ganz seltsam finde ist, dass Hauptrollen wie Dominique Deveraux so völlig ohne jede Erwähnung einfach verschwunden sind. Oder Kristyna: In Season 8 stand sie im Mittelpunkt mit ihrer Herzoperation und in Season 9 ist sie nur in der ersten Folge zu sehen und dann nie mehr.
Dann wird nur noch von ihr gesprochen. Das sind schon so Sprünge, die der Serie sicher geschadet haben.

Denver Clan lebte natürlich immer auch von Mode, Glamour und Styling. Mitte der 1980er Jahre war natürlich immer alles sehr opulent, gegen Ende der Serie veränderte sich das. Die Mode wurde ingesamt wieder anders und die Stylisten der Serie mussten da natürlich voll mit der Zeit gehen. Das orte ich nicht als negativ, dass sie Serie gegen Ende stylisch "bescheidener" wurde.

Was mir bei allem Interesse und Begeisterung für den Denver Clan am meisten nervt ist, dass sämtliche Carrington-Kinder von zwei Schauspielern verkörpert wurden; einschließlich Robin Sachs als "Adam" in der Reunion. Das drückt so eine völlige Belanglosigkeit aus, wer da vor der Kamera steht, Hauptsache "Blake", "Krystle" und "Alexis" haben ihre effektvollen Auftritte.

In der letzten Staffel wurde auch die alte Geschichte um Roger Crimes wieder aufgewärmt, so, als müstte man den Zuschauer erklären, was er sieben Jahre zuvor immer nur angedeutet gesehen hat. Da sah man eben klar, dass rein von der Geschichte her die Luft draussen war. Übrigens: Eine Leiche, die 25 Jahre im Wasser lag, sieht niemals so "schön" aus, wie der Tote im See.

Alles in Allem war es gut, dass man den Denver Clan 1989 enden ließ, aber das Ende war schon extrem offen isnzeniert. Warum eigentlich? Wie ich hier lesen konnte, hat man direkt nach Ende der Produktion sämtliche Kulissen zerstören lassen und auch die Schauspieler wollten nicht mehr.

Wie dem auch sei, der Denver Clan ist ein komplexes Gesamtkunstwerk, dass ich keinesfalls missen möchte.

09.06.13 07:45
Rollin
Board Member

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zu Krystina:
Ich denke, Du hast Dich hier vertan!
In Season 9 kommt sie eigentlich recht oft vor- die "Herzoperation" fand auch in Season 7 statt; vermutlich meinst Du, dass sie in Season 8 nur einen Auftritt hatte. Dies kann durchaus sein.
Etwas ähnliches in Bezug auf kinderdarsteller gab es bei "Knots Landing" dauernd- das hängt irgendwie mit dem Jugendschutz zusammen- bei größeren Kindern kommt dann noch die Schulpflicht dazu; so kommt es wohl, dass Tonya Crowe alias Olivia Cunningham in KL-Season 6 nur in einer Folge dabei ist.
Ich finde diese Vorgehensweise gar nicht schlecht, da der Darsteller zwar nicht auftritt, seine Figur aber praktisch doch noch da ist.
Mit diesem Kniff hätte man sich im "Denver Clan" einiges an haarsträubenden Erklärungen sparen können, warum ein Charakter nicht mehr vorkommt, wieder vorkommt, anders aussieht etc. (Wobei man in Bezug auf das Carrington-Personal durchaus so vorgegangen ist- Jeanette, Gerard und Mrs Gunnerson treten beileibe nicht in jeder Folge auf...)

09.06.13 13:09
Rollin
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17.01.2010
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Und eine kleine Korrektur zu Dominique:
Der Name ihrer Mutter in Season 5 war nicht "Millie Cox" (wie ich fälschlicherweise behauptet hatte), sondern "Laura Cox"- "Millie Cox" wiederum wurde als "bürgerlicher" Name von Dominique genannt.
Der in Season 9 abweichende Name "Laura Mathews" war natürlich so oder so eine Nachlässigkeit der Autoren.

In diesem Zusammenhang gibt es noch eine weitere Auffälligkeit: Es ist Fallon, die Seargant Zorelli von Dominiques Auftauchen in Denver und ihrem Kampf um Anerkennung als Familienmitglied erzählt, aber gerade sie kann davon nun wirklich nur peripher etwas wissen, denn nach einer kurzen flüchtigen Begegnung im "La MIrage" passsierte all das, was zu Dominiques Anerkennung in der Carrington-Familie führte, in der Zeit, als Fallon ihren Autounfall hatte, von Denver abwesend war und an vorübergehendem Gedächtnisschwund litt...

09.06.13 14:05
ChrisCarrington
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Für mich war die 9 Season eher Durchschnitt.
Ich hatte immer das Gefühl, dass die Charaktäre, krampfhaft an Die 1-3 Staffel angelegt werden sollten. die Prodzenten, wollten (n.M.) zurück zu den Wurzeln. Leider hatten sie übershehen, dass sie sich weiter entwickelten.


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09.06.13 15:29
Rollin
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17.01.2010
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"Durchschnitt"- das kann man so stehen lassen, ich persönlich finde sie eher schwach.
Allerdings finde ich die Staffeln 1 und 2 auch noch nicht richtig gut, da dort -wie schon andernorts hier im Forum beschrieben- zu viel von DALLAS abgeschaut worden war. Ich finde die Staffeln 3 bis 5 sehr gut; 2, 6 und 7 haben ihre Momente. Von Staffel 8 konnte mich nur das Geiseldrama (ganz am Anfang) überzeugen, obwohl da auch ein paar Sachen seltsam waren, wie z. B. dass Matthew Blaisdel nicht nach Claudia fragte etc.
Grundsätzlich ist es ein Problem von US-Serien, nicht an einem Punkt aufzuhören, wo sie durchaus noch knackig sind.

09.06.13 17:17
ChrisCarrington
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22.02.2009
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Na ja, man versuchte sich schon, irgendwo sich von "Dallas" sich abzuheben. Nur, das halt "Dallas" als Maßstab unübersehbar war. Mir hat die ganzen Storyline mit Ben am besten gefallen. Da fand ich Dynasty in Top-Form!
In Reunion, kam mir alles so aufgesetzt und zusammen geschustert vor.


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09.06.13 17:45
Rollin
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17.01.2010
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Ja,
mit Ben ging es nochmal in eine recht erfreuliche Richtung, allerdings wurden wir in derselben Season zuvor mit Joel Agrigore und Rita Leslie gequält...

09.06.13 18:16
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