Startseite

Forum » Der Denver-Clan & Die Colbys » Die Carrington-Bibliothek » Wie gelang es DYNASTY das Original DALLAS zu schlagen 
Suche [ « < 1 2 3 4  5 6 7 8 ... > » ] 

Autor

Beitrag

stevie
Board Member

dabei seit:
24.03.2012
Beiträge: 168

Oh, ja so ein Junkie bin ich nicht, erst recht nicht bei Dallas. Fuer die schlechte Platzierung in diesem Jahr könnte man sich eindeutig bei Karen Cellini bedanken...aber die konnte nicht wirklich was dafuer, also Danke Aaron Spelling, möge er in Frieden Ruhn

07.04.12 17:45
Rollin
Board Member

dabei seit:
17.01.2010
Beiträge: 263

Vielleicht war es auch nur der Zeitgeist...
Karen Cellini störte mich bei weitem nicht so sehr wie Emily Fallmont- dämliche Rolle, oberflächliche Darstellerin...
Allerdings, finde ich, wartete diese Saffel mit zwei absoluten Highlights der gesamten Serie auf; ich meine zum einen die "Zwanzig Jahre früher"- Geschichte, zum anderen die gesamte "Herzspender/ Sarah Curtis"- Story Line.
Gerade in der letzteren Geschichte zeigte DYNASTY, dass es doch mehr war als Zickereien und Schulterpolster, das war ein großangelegtes, verzweigtes und facettenreiches menschliches Drama. Ich würde auch davon ausgehen, dass diese Geschichte von der Kritik sehr positiv aufgenommen worden ist.
Anscheinend war es aber zu spät, denn nicht nur die Quoten sanken weiter, auch das Niveau der Drehbücher und das Budget- Season 8 stellt für mich den absoluten Tiefpunkt von DYNASTY dar, nicht nur wegen der fehlenden Anschlüsse (-auch Matthew Blaisdel erkundigt sich nicht nach Claudia; wieso wurde Sean Rowan nie vorher erwähnt?)Die Geschichten waren von einer Einfallslosigkeit geprägt, Ausnahme: Die Außerirdischen - nur was haben die in DYNASTY verloren?
Und dann noch die auf die Kinder übergegangene Firmenleitung von Denver-Carrington- erinnerte wieder sehr stark an DALLAS...

07.04.12 18:18
stevie
Board Member

dabei seit:
24.03.2012
Beiträge: 168

Emily Fallmont fand ich ebenfalls schaurig, sie zerfloss geradezu in Selbstmitleid, anstatt mal Rueckrad zu zeigen. Allerdings hing die gesamte Storyline mit Ben an ihrer persönlichen Situation&Entscheidung, also musste sie wohl dementsprechend reagieren, auch wenns mich TOTAL aggressiv werden liess...

08.04.12 10:42
Bepo
Board Member

dabei seit:
17.08.2009
Beiträge: 234

Nachdem sich hier ja alles nur um Dynasty vs. alle anderen Primetime Soaps dreht und mir schon des öfteren vorgeworfen wurde von zB Dallas keine Ahnung zu haben, habe ich mir nun vorgenommen, Dallas von Beginn an durchzunehmen und bin mittlerweile bei Season 2 angelangt.

Es stimmt schon, viele Dinge hatte ich vergessen bzw. ist es auch so dass ich Dallas nie komplett gesehen habe. Und ich bin durchaus bereit meine Meinungen zu revidieren. Bis jetzt gibt es allerdings wenig zu überdenken.

1. Schauspieler: Bobby ist einfach grottenschlecht! Miss Ellie geht mir auch auf die Nerven. Sie mag eine gute Schauspielerin sein. Bis jetzt hat sie ihr Potential aber noch gut versteckt gehalten.

2. Kulisse: natürlich fällt auf dass Dallas im Vergleich zu Dynasty die teureren Kulsissen hat. Aber: langweilig! Da gehts um reiche Bauern! Und genauso sehen sie aus!

3. Storylines/Charaktere: Bis jetzt wurde - zumindest für mich - nich tausreichend erklärt warum JR böse ist. DAs war bei ALexis und Adam einfach besser erklärt.
Weiters versteh ich nicht, warum alle beteiligten, v.a. Miss Ellie tatenlos daneben sitzt, wenn JR wiedermal eine Intrige startet.
Die charakterliche Veränderung von Sue Ellen von Mini Series zu Season 1 ist derat auffällig und völlig ungeklärt.


Ich hab noch einige Staffeln vor mir und wie gesagt, vielleicht ändere ich meine Meinung. Bis jetzt allerdings nicht!


__________________
--
'Quote me as saying I was mis-quoted.' (G.M.)
10.04.12 12:27
ChrisCarrington
Board Member

dabei seit:
22.02.2009
Beiträge: 197

@Bepo:
Im Prinzip geb ich Dir Recht.
Nur muss man zu Dallas sagen, dass es die 1.(!) Serie in diesem Stil war und der ganze Serien-Plot keine Orientierungspunkte (z.b. an anderen Serien und Filme in der Art) hatte. Alles musste sich erst noch entwickeln.
Als absoluten Verlust empfand ich den Tod von Jim Davis.


__________________
--
Das ist mein Haus, Du bist wahnsinnig!
10.04.12 13:53
Rollin
Board Member

dabei seit:
17.01.2010
Beiträge: 263

@Bepo
Genau das habe ich Dir schon des Öfteren hier im Forum gesagt- Aussagen bitte immer begründen!!!
Warum ist Patrick Duffy, Deiner Meinung nach, "grottenschlecht"?
Um Dich hier jetzt nicht weiter ins Messer laufen zu lassen, "oute" ich mich hier im Forum jetzt so weit, dass ich bekannt gebe, ein arbeitender Schauspieler (TV und Theater), Autor (ebenfalls TV und Theater) und "Caster" (Theater und Events)zu sein. Bevor ich mein künstlerisches Studium aufnahm, studierte ich einige Semester Germanistik und Psychologie....
Also, Bepo! Patrick Duffy ist ein absolut professioneller Darsteller, das heißt, er weiß, wie man eine Szene beherrscht, wie man sich auf seine Position stellt, wie man seinen Kollegen nicht im Licht steht usw.
Desweiteren würde ich ihn als charmanten Charismatiker sehen, der extrem Schlag bei Frauen hat, was, glaube ich, seine vielen weiblichen Fans aller Altersklassen über die Jahrzehnte bestätigen.
Wenn Du ihn jetzt nicht für so spanennd hältst, dann solltest Du das auch so schreiben. Allerdings räume ich hierzu aber gleich ein, dass er darstellerisch doch einiges anzubieten haben muss, da er in all seinen Szenen gleichberechtigte Close-Ups mit seinen Kollegen erhält- hierzu jedoch gleich mehr.
Auf DYNASTY übertragen und fair ausgedrückt, möchte ich zu den Darstellern Folgendes bemerken:
Pamela Sue Martin und Al Corley sind durchaus talentiert, beherrschen aber anscheinend ihr Handwerk nicht wirklich, da sie sich in ihren gemeinsamen Szenen hin und wieder verdecken, bzw. sich das Licht nehmen. (Warum diese Szenen, trotz handwerklicher Mängel, doch genommen wurden, könnte entweder am Produktionstempo liegen oder daran, dass die Darsteller eventuell in den handwerklich glatt gelaufenen Versionen, keine vergleichbare Performance gebracht haben.)
John James und Michael Nader empfinde ich ähnlich wie Patrick Duffy, da es bei ihnen auch hauptsächlich um Ausstrahlung geht, wobei mir John James im Vergleich zu Duffy natürlich etwas zu langweilig ist.
Mich würde natürlich interessieren, wie Du Gordon Thomson und Christopher Cazenove findest, denn, um es gleich vorweg zu nehmen; es ist auffällig, dass die beiden in Szenen, in denen es eigentlich um sie geht, des öfteren keine Close-Ups bekommen haben. Dies ist ein Indiz dafür, dass ihre Close-Ups nicht so spannend wie die ihrer Kollegen auf der Szene waren. Es ist natürlich nett vom Team, die Darsteller ihrer Möglichkeiten gemäß optimal in Szene zu setzen, so dass derartige Auffälligkeiten beim normalen (einmaligen)Zuschauen im TV eigentlich nicht wirklich auffallen.
Über Karen Cellini, wo wirklich vieles im Argen liegt, lasse ich mich nicht weiter aus- allerdings wirkt sie zumindest so, dass ich den Eindruck habe, sie ist privat eine nette Frau.
Zur Verteidigung aller Serien-Darsteller: Die Rollen sind riesengroß und werden in realativ kurzer Zeit, meist mit nur wenig bzw. gar keinen Proben, abgeliefert- so verwundert es nicht wirklich, dass die Darsteller nicht in allen Szenen gleich gut sind, dies gilt sogar für eine Vollblutmimin wie Joan Collins, nämlich die Anfangsszene der Episode "Der Enkel" (Season 2) wirkt ein wenig aufgesetzt, eher wie am Theater.
Welche Veränderung von Sue Ellen meinst Du denn? Bereits in der ersten Folge sitzt Sue Ellens Charakter, nämlich genau in der Szene, wenn sie Pamela abblitzen läßt, die ihr beim Tischdecken helfen wollte.
Warum ist JR so böse? Die Antwort hierfür wird in "Die Herzoperation" erörtert, aber Du als Psychologe müßtest sie eigentlich von den Texten zur Kindererziehung von Siegmund Freud her kennen- dort ist davon die Rede, dass Erstgeborene Kinder häufig so genannte "Vaterkinder" sind, d. h. hauptsächlich vom Vater streng erzogen und durch dessen Härte selber hart geworden sind; zweitgeborene Kinder wiederum seien häufig "Mutterkinder", d. h. sie dürfen zu viel, werden hauptsächlich von der Mutter extrem behütet und werden dadurch oft lebensuntauglich; alle weiteren Kinder entwickeln sich meist prächtig, da ihre Eltern kaum Zeit mit ihnen verbringen...
So viel dazu! (Trotzdem: Warum war Alexis böse?)
Miss Ellie finde ich übrigens recht interessant, da sie eine altmodische Frau mit entsprechendem Rollenverhalten darstellt, die allenfalls als "heimlich Mächtige" das wahre Oberhaupt der Familie ist. Damit spiegelt ihr Charakter den vieler mittelalten bis älteren Frauen der 70er/80er Jahre wider. Selbstverständlich sind die schillernden DYNASTY-Damen hier eher als Vorbilder bzw. Vorreiter für das heutige sexuelle Selbstbewußtsein der reifen Frau zu sehen. (Von den Zicken mal ganz abgesehen...)

10.04.12 18:38
stevie
Board Member

dabei seit:
24.03.2012
Beiträge: 168
Patrick Duffy

Also, ich denke niemand mag hier bezweifeln, dass Patrick Duffy ein professioneller Schaupieler ist, das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass seine hochmoralische Rolle zum Sterben langweilig angelegt war, leider von der ersten bis zur allerletzten Folge. John James und Michael Nader waren jedoch genauso professionell und ihre Rollen viel interessanter. Bei Dynasty war irgendwie alles wesentlich moderner und progressiver angelegt, als bei Dallas. Dies ist fuer mich auch ein weiterer Grund dass Dynasty ueberhaupt eine Chance hatte, Dallas das Wasser zu reichen und sogar immerhin fuer ein Jahr die absolute Nr. 1 zu werden...und allen sämtliche Preise zu stehlen

11.04.12 00:20
ChrisCarrington
Board Member

dabei seit:
22.02.2009
Beiträge: 197

Selbstverständlich sind das alles ausgebildete Schauspieler.
Dennoch entscheide ich selbst, ob mir seine Leistung gefällt, oder nicht. Sicherlich ist bei dem Drehen einer Serie auch ein gewisser Zeit- und Termindruck da hinter, was eine ausgiebige Proberei, so gut, wie unmöglich macht. Nicht unerheblich ist auch die Regie. Ein Regisseur kann auch ne gutgeschriebne Szene total kaputt machen.
Bei "Dallas" war es ja fast schon üblich, dass einer der Stammschauspieler die Regie einer Folge übernahm.


__________________
--
Das ist mein Haus, Du bist wahnsinnig!
11.04.12 08:02
Bepo
Board Member

dabei seit:
17.08.2009
Beiträge: 234

Ich möchte mich hier jetzt sicher nicht mit einem professionellen Schauspieler anlegen, da mir bewußt ist dass ich diesbezüglich einfach nicht so gebildet bin. Aber ich bin Theaterschauspieler in einer Laiengruppe und zudem sehr interessiert was v.a. das Theater betrifft. Insofern kann ich doch auch das eine oder andere dazu beitragen.

Ich dachte immer es sei Regiearbeit darauf zu achten, dass sich die Schaupieler nicht im Wege stehen und die Szene als solches (im Theater die Position aller Schauspieler auf der Bühne)gut insziniert ist.

Ich will nicht bestreiten dass Patrick Duffy professionell ist. Trotzdem finde ich ihn nicht gut. (Madonna ist auch professionell; ob sie auch eine gute Sängerin und Schuapielerin ist sei dahingestellt). Ich nehme Duffy seine Rolle einfach nicht ab. Ich finde seine Mimik einfach ganz schrecklich. Die transportierten Emotionen wirken aufgesetzt.

Miss Ellie hat ebenfalls eine sehr eigenartige Mimik (ihr Zwinkern macht mich nervös). Zudem - und das ist Geschmackssache - finde ich sie einfach furchtbar bieder und schrecklich gekleidet. V.a. wenn man bedenkt dass es sich hier um Milliadäre handeln soll. Und ja es geht schona auch ums optische, aber Dynasty wußte einfach Dekadenz besser in Szene zu setzen.

Ich will jetzt "böse" nicht philosophisch diskutieren. Alexis und J.R. sind die Bösewichte der Serien. Durchtrieben, intrigant, skrupellos. Und ich persönlich finde einfach, dass Alexis Charkter bzw. warum sie oft so handelt besser erklärt wurde. Ich finde jetzt die Erklärung bzgl J.R. wenig zufriedenstellend.

Sigmund Freud und die (moderne) Psychologie in einem Atemzug zu nennen halte ich für durchwegs falsch. Freud mag ein kluger Mann gewesen sein und auch notwendig für seine Zeit, um die Gesellschaft aufzubrechen. Seine Theorien sind aber heute doch durchwegs widerlegt und finden - außer bei analytischen Hardlinern - wenig Anklang in der akademischen Psychologie.




__________________
--
'Quote me as saying I was mis-quoted.' (G.M.)
11.04.12 10:06
stevie
Board Member

dabei seit:
24.03.2012
Beiträge: 168

Sigmund Freuds Theorien sind doch sehr umstritten, vor allem bei ausgebildeten Psychologen. Wenn jeder Erstgeborene so abgrundtief böse wäre wie JR Ewing, hätte die Welt sicher ein Problem. Alexis fand ich in dieser Hinsicht doch etwas glaubwuerdiger, sie war nicht ganz so eindimensional...

11.04.12 11:57
[ « < 1 2 3 4  5 6 7 8 ... > » ]