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Forum » Der Denver-Clan & Die Colbys » Die Carrington-Bibliothek » Dynasty spiegel perfekt den Zeitgeist der 80er wieder! 
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Rollin
Board Member

dabei seit:
17.01.2010
Beiträge: 263

Ich muss sagen, dass mir die These, DYNASTY sei eine "Sitcom" eigentlich ganz gut gefällt, weil damit vieles erklärt wäre, z. B. nicht glaubwürdige Story Lines, inhaltliche Schnitzer usw. -dazu wäre das Ganze auch noch nett, schön ausgestattet und dezent inszeniert.
Aber ich fürchte, dass das alles eben nicht als "Sitcom" gedacht, sondern eher ernst gemeint war.

Was mich wundert, ist, dass wieder einmal mehr von der Ausstattung und vom Stil gesprochen wurde und weniger vom Inhalt.
Ich finde, die teilweise vermittelten Werte stellenweise äußerst fragwürdig- Intrigen geschehen manchmal aus reiner Bosheit, ohne nachvollziehbare Motivation- bestes Beispiel ist Alexis, wie sie Krystles Fehlgeburt verursacht. Weiterhin ist Alexis diejenige, die wahrscheinlich das heutige Frauenbild mitgeprägt hat, zum einen, da sie die Attraktivität der "reifen Frau" gesellschaftsfähig gemacht hat, zum anderen aber auch (-und hier wird es grenzwertig-)da sie das geschickte Spiel mit der Weiblichkeit vorlebt, um an das Vermögen von Männern (-beispielsweise durch Heirat-) zu kommen. (Es ist gewiß kein Zufall, dass die zweifelhaft prominente Tatjana Gsell bekennender "Denver Clan"-Fan ist.)

Weitere eher gefährliche Stories (, die eigentlich nicht zur Nachahmung empfohlen sind,) wären:
-Stevens Herumgeiere um seine Sexualität
-Fallons Hang zur Nymphomanie
-Blakes Hang zur Gewalttätigkeit (mit dem damit verbundenen "blauen Auge" im Ted Dinard-Prozess- trotzdem ist er dort ja mit einem Mord "davongekommen")
-Adams Giftmischerei
-die Gier der Sammy Jo mit der unsäglichen Klimax der "doppelten Krystle"
-die paranoide Rivalität zwischen Blake und Ben, die jeglicher realer Grundlage entbehrt
-die ebenso merkwürdige Rivalität zwischen Alexis und Carress
-und immer wieder Kinder als Statussymbole (zuletzt in Season 8 bei Adam und Dana)

Ich bin sicher, die Liste ließe sich noch um einige Punkte erweitern.

All dies macht "Denver Clan" zu einem durchaus gefährdendem Unterfangen, da verzerrte menschliche Werte dargestellt werden, die, ungefragt übernommen, den Verfall von Sitte, Anstand und Moral mitbeeinflussen können.

23.03.12 06:18
Bepo
Board Member

dabei seit:
17.08.2009
Beiträge: 234

Nun ja, Ausstattung und Stil spielten bei Dynasty nunmal eine große Rolle und waren jene Dinge die sie von anderen Serien unterschieden.

Bei den Storylines ist mir einiges nicht ganz klar. Die Frage ist, ob Soaps überhaupt Werte vermitteln und wenn ja, ob diese nicht immer fragwürdig sind. Über Krystles provozierte Fehlgeburt kann man denken wie man will. Ich finde dass Alexis durchaus ein Motiv hatte. Ich glaube aber dass es in jeder Serie mehr oder weniger nachvollziehbare Handlungen der Protagonisten gab. Bösartiges Verhalten findet sich aber in jeder (Drama)soap.

Was inhaltlich den Zeitgeist wiederspiegelte war natürlich dieses kühle Yuppietum. Der Materialismus! Der Aufstieg der Frau (Alexis) als ernstzunehmende und gleichberechtigte Geschäftsfrau. Die aber damals noch negativ gezeichnet war. Im Vergleich zur kümmernden Hausfrau (Krystle).

Mir ist auch nicht ganz klar warum Stevens Homosexualität eine gefährliche Storyline war. Ich finde das durchaus nachvollziehbar. Der schwule Steven, der von der Familie (v.a. dem dominaten Vater) nicht akzeptiert wird, will sich nicht verstecken und entscheidet sich für ein Leben mit einem Mann, bekommt aber auch immer wieder Zweifel und kehrt zurück zu Frauen. Es funktioniert nicht. Er läuft ganz eg. Kommt wieder zurück. Und so dreht es sich immer im Kreis. Vollkommen übliches Verhalten in der Upper Class. Teilweise heute noch!

Und dass Kinder ein Statussymbol sind ist nunmal so in dieser Schicht!


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'Quote me as saying I was mis-quoted.' (G.M.)
24.03.12 09:04
stevie
Board Member

dabei seit:
24.03.2012
Beiträge: 168
DIE TOTALE ZEITVERSCHWENDUNG

Hallo! Ich bin neu hier im Board, weil mir von einigen Beiträgen, die hier gebracht wurden total schlecht wurde. Wie kann man derart seine Zeit verschwenden, ueber eine Serie abzulästern, die einem so schwer im Magen liegt wie Dynasty? Ich hasse z.B. das reaktionäre Dallas und käme niemals auf die Idee, im Dallas-Forum(falls es ueberhaupt eines gibt) meine kostbare Zeit zu verschwenden. Ich liebe Dynasty und lese hier nun bereits seit Monaten den teilweise riesengrossen Schwachsinn, den hier ein oder zwei Personen(ich möchte diskreter Weise keine Namen nennen) von sich geben
Fuer mich war diese Serie eine Revolution. Während ich mich beim spiessigen Dallas oder Falcon Crest(F.C. war etwas interessanter) extrem gelangweilt habe, war Dynasty, wenn auch etwas over the Top, mit jeder Episode absolut unuebertroffen. Hinzu kommt, dass sozialkritische Themen aufgegriffen wurden, an welche sich andere Primetime-Soaps nicht im entferntesten herangetraut haben. Primär natuerlich das Thema Homosexualität, aber auch emanzipierte Frauen, Herrschsuechtige Männer, die sich durch den Einfluss einer Ehefrau mit den Jahren zu einem humanen Menschen entwickeln und nicht zuletzt eine farbige Hauptdarstellerin. All das ist im Vergleich zu den obig genannten Serien bereits so herausragend, dass diese nun total abgeschmiert sind Soviel zum ersten Beitrag

24.03.12 19:47
apollo
Board Member

dabei seit:
03.01.2010
Beiträge: 303

Also ich habe meinen Standpunkt über die "Zeitverschwendung" erklärt.

Wenn es jemand nicht versteht, kann ich nix dafür.

Hatte gerade ein paar Minuten und habe mir den Beitrag von Rollin durchgelesen, der absolut richtig ist.


So, meine 5 Minuten für Dynasty sind rum. Schönen Sonntag noch.


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DALLAS - 2012
25.03.12 12:33
apollo
Board Member

dabei seit:
03.01.2010
Beiträge: 303
Habe noch eine Minute übrig:

"aber auch emanzipierte Frauen, Herrschsuechtige Männer, die sich durch den Einfluss einer Ehefrau mit den Jahren zu einem humanen Menschen entwickeln"

Gab es in allen anderen Serien auch:
- Maggie bei FC
- Pam bei Dallas
- Sue Ellen bei Dallas
- Abby bei Knots
- Melissa bei FC
- Angela bei Falcon Crest
und so viele mehr.

Diese weiblichen Figuren haben alle ihre Unternehmen aufgebaut bzw. übernommen.

Nicht wie bei Dynasty - da hat Krystle je lieber reich geheiratet und mit Tellern um sich geschmissen.

Höchstens Alexis und "die farbige Sängerin" waren ein Ausnahme.

Sonst hatte doch niemand was erreicht außer ein Kind reicher Eltern zu sein (Fallon, Amanda).


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DALLAS - 2012
25.03.12 12:38
Rollin
Board Member

dabei seit:
17.01.2010
Beiträge: 263

Zum von "Stevie" als reaktionär bezeichneten "Dallas"...
Ist DYNASTY jetzt weniger reaktionär, weil Fallon mit dem Chauffeur geschlafen hat???

Und noch was, Alter... Sei doch dankbar, dass hier zwei Leute das Forum hin und wieder aufmischen! Leider wird es dadurch nicht wirklich interessanter, denn die meisten hier beschränken sich aufs Schwärmen der heilen oder nicht so heilen, auf jeden Fall telegenen "Denver"-Welt.

Jedes Fernsehprogramm spiegelt nicht nur den Zeitgeist wieder, sondern ist gleichzeitig Vorbild für die Zuschauer. Wenn da kein Nerv getroffen würde, gäbe es auch keinen Langzeit- Erfolg.
Heutzutage wollen junge Leute "Superstar" oder "Top- Model" werden? Warum wohl?
Und wie war das mit der Prägung durch "Denver-Clan"? Von Tatjana Gsell ist ja bekannt, was aus ihr wurde...
Aber gab es da noch mehr bisexeuelle Homosexuelle, Giftmischer, Erbschleicher, Nymphomaninnen, rachedurstige Biographen, auf ihren guten Ruf bedachte Schnecken, die eher in Kauf nehmen, dass andere Menschen zu Unrecht verurteilt werden, als offen die Wahrheit auszusprechen (-Urgel, Gurgel, wenn ich an Emily Fallmont denke, kriege ich Wanderpickel gepaart mit Sodbrennen)???

Die Charakterzeichnungen bei "Denver Clan" lassen streckenweise ebenso zu wünschen übrig wie die Motivationen der Handlungen. Auch wenn teilweise die gleichen Autoren beteiligt waren, haben die LORIMAR-Serien ein besseres Händchen für diese Qualitäten bewiesen. Aaron Spelling hatte bei all seinen Serien weniger den künstlerischen als den unterhaltenden Aspekt im Blick- einzige Ausnahme vielleicht EINE AMERIKANISCHE FAMILIE, meiner Meinung nach ein vergessenes Juwel der Fernseh-Geschichte, aber das nur nebenbei...(David Jacobs war dort Story Editor, he he he...)

Abschliessend wäre es schön, die wirklich wahren DYNASTY-Fans könnten hier auch mal ausreichend begründen,, was sie nun "wirklich" zu den wahren Fans macht. Schulterpolster sind da wirklich nicht genug.

25.03.12 22:50
Bepo
Board Member

dabei seit:
17.08.2009
Beiträge: 234


Zitat von Rollin:
Aaron Spelling hatte bei all seinen Serien weniger den künstlerischen als den unterhaltenden Aspekt im Blick


Und das macht es ja nicht schlechter. Und bei Dallas und FC von einem künstlerischen Aspekt zu sprechen, finde ich nun auch etwas fragwürdig!


Zitat von Rollin:
Abschliessend wäre es schön, die wirklich wahren DYNASTY-Fans könnten hier auch mal ausreichend begründen,, was sie nun "wirklich" zu den wahren Fans macht. Schulterpolster sind da wirklich nicht genug.


Die Antwort hast du dir selbst schon gegeben und ich habe sie auch schon öfters wiederholt. Weil Dynasty einfach unterhaltsam ist. Genauso wie MP. Genauso wie Absolutely Fabulous.


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'Quote me as saying I was mis-quoted.' (G.M.)
26.03.12 08:51
stevie
Board Member

dabei seit:
24.03.2012
Beiträge: 168
AUFMISCHUNG des Forums??

Gegen eine unterhaltsame Aufmischung des Forums wäre natuerlich nix einzuwenden, aber kann davon die Rede sein, wenn andere Mitglieder derart unverschämt unter der Guertellinie auf niederster und fiesester Weise zur Schnecke gemacht und in PERSÖNLICHEN Angriffen attackiert werden, dass wahrscheinlich garniemand mehr ueberhaupt nur den Bock hat, sich hier noch Einzuloggen und sich auf dieses Niveau herabzulassen?

26.03.12 19:06
Eisenfaust
Board Member

dabei seit:
30.01.2012
Beiträge: 160

In den 80er Jahren haben sich Männer noch nicht rasiert. Dex, Jeff, Adam...alle mit behaarter Brust. Finde ich ganz klasse.

28.03.12 15:40
Bepo
Board Member

dabei seit:
17.08.2009
Beiträge: 234

Sag ich ja, 80s gay porn-Look!


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'Quote me as saying I was mis-quoted.' (G.M.)
28.03.12 15:46
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